08. Mai 2019, 08:00 Uhr

Pferdemalerinnen

Christiane Bender stellt in Ulrichsteiner Museum aus

Das Museum im Vorwerk wird für drei Wochen zum Treffpunkt der Pferdeliebhaber. Am Samstag ist Ausstellungseröffnung, die Bilder nehmen drei Stockwerke im Vorwerk ein.
08. Mai 2019, 08:00 Uhr
Christine Bender zeigt imposante Pferdebilder im Museum im Vorwerk. (Foto: Archiv)

Am kommenden Samstag ist die Eröffnung der Ausstellung »Die Sprache der Pferde« im Museum im Vorwerk. Eine der weltbesten Pferdemalerinnen, Christiane Bender, stellt dann vom 11. Mai bis einschließlich 2. Juni ihre imposanten Pferdebilder auf allen drei Etagen des Museums aus.

Christiane Bender, früher selber Züchterin und passionierte Reiterin, hat einen Blick für die Sprache der Pferde, ob eine Isländer-Herde, die sich im Sturm ganz dicht zusammendrängt, oder das qualifizierte Springpferd in all seinen Studien. Bender lässt nie auch die Seele der Pferde außer acht, die sich bekanntlich in den Augen spiegelt.

Ob feuriger Araber mit aufgeblähten Nüstern, Fohlen ganz dicht bei der Mutter oder einfach alte Pferdefreunde beim Ruhen auf der Koppel, die sehr großformatigen Bilder geben das Gefühl, direkt neben den Pferden zu stehen und die Situationen live mitzuerleben. Durch die geschickte Präsentation in der alten Zehntscheune hat man den Eindruck, durch eine Stallgasse voller Leben zu laufen, und man spürt fast die warmen Nüstern der Pferde.

Das Ulrichsteiner Pferd

Susanne Zejewski-Dützer vom Museums- team freut sich sehr darüber, dass die Ausstellung im Museum im Vorwerk zu sehen ist, denn Ende des 17. Jahrhunderts befand sich im Gebäude ein Pferdegestüt, das anfänglich als Fohlenhof von Landgraf Ernst Ludwig genutzt wurde. Im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus das Landesgestüt des Großherzoglichen Hauses, wo teilweise bis zu 60 Stuten untergebracht waren. Die Pferde waren eine Mischung aus englischer Stute und Araberhengst, auch »Ulrichsteiner Pferd« genannt.

Die Aufzucht im rauhen Mittelgebirgsklima verlieh den Tieren Widerstandsfähigkeit und Zähigkeit. Die Basaltlandschaft des Vogelsberges trug zur Entwicklung starker Hufe und Sehnen bei. Ein Ulrichsteiner Pferd konnte einen halben Acker mehr am Tag pflügen als ein in der Ebene gezogenes Pferd.

Zur Eröffnung wird der ehemalige Stallmeister des Landesgestütes Dillenburg, Bert Petersen, etwas zum Ulrichsteiner Pferd erzählen, denn auch in Dillenburg war dieses geschätzt und bekannt, wie man aus vielen Unterlagen ersehen kann. Die Künstlerin selbst wird auch da sein und einige interessante Sachen zu den Pferden und den Bildern erzählen.

Vior der Malerei Pferdezüchterin

Christine Bender, in Bitterfeld geboren, wohnt und arbeitet seit 1985 in ihrem Atelier in Villingen, Kreis Gießen. Sie studierte Malerei bei Michael Siegel, Meisterschüler und Dozent am Städel, Staatliche Hochschule für Bildende Künste, Frankfurt am Main. Die Malerin erhielt mehrere Kunstpreise. Eine ganz besonders nahe Beziehung hat Christine Bender zu Pferden, welche ihre Wegbegleiter von Kindheit an sind. Jahrzehntelang betrieb sie mit ihrer Familie Pferdezucht. Und noch heute befinden sich Pferde auf ihren Weiden am Rande des Vogelsbergs.

In den Jahren der Malerei ist ein Zyklus entstanden, in dem sich die Künstlerin mit dem Lauf des Lebens am Beispiel und angesichts der Pferde in ihrer Umgebung befasst.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am kommenden Samstag, 11. Mai, um 16 Uhr im Museum im Vorwerk in Ulrichstein. Zur Eröffnung spricht Bert Petersen, ehemaliger Leiter des Landgestüts Dillenburg. Die Ausstellung ist bis einschließlich 2. Juni zu sehen, Öffnungszeiten Freitag und Samstag 13-16 Uhr, Sonntag 13-17 Uhr, Kontakt über c.b.@atelier-christine-bender.de oder Tel. 06402/7921 oder Mobil: 0171/9823257.

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