19. April 2019, 18:18 Uhr

Schwarz bleibt IHK-Präsident

19. April 2019, 18:18 Uhr
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Aus der Redaktion
Die neu gewählten Delegierten der IHK-Vollversammlung. In der ersten Reihe Präsident Rainer Schwarz (3. v. r.), Ehrenpräsident Dr. Wolfgang Maaß (l.), die Vizepräsidenten Michael Kraft (2. v. l.), Rainer Dietz (3. v. l.), Jochen Ruths (4. v. l.), Angelika Schlaefke (5. v. l.) und Ralph Kehl (r.) sowie Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Leder (2. v. r.). (Foto: jri)

Rainer Schwarz bleibt in den kommenden fünf Jahren ehrenamtlicher Präsident der Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg mit ihren über 40 000 Mitgliedsunternehmen. Die im Februar neu gewählten 60 Delegierten der IHK-Vollversammlung – auch »Parlament der Wirtschaft« genannt – sprachen Schwarz am Donnerstag in Gießen einstimmig ihr Vertrauen aus. Damit geht der 68-jährige Diplom-Finanzwirt und einstige Kommunalpolitiker, der seit elf Jahren Vorstandschef bei der Oberhessischen Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (Ovag) ist, in seine zweite fünfjährige Amtsperiode. Danach darf Schwarz nicht wiedergewählt werden. In den letzten rund 50 Jahren ist Schwarz erst der vierte IHK-Präsident nach Franz Vogt (1971 – 1999), Fritz Hartmut Ulrich (1999 – 2002) und Dr. Wolfgang Maaß (2002 – 2014).

»Vielen Dank für das Vertrauen«, sagte Schwarz, der eine kurze Bilanz seiner bisherigen Amtszeit zog. Als Erfolge nannte er unter anderem die Steigerung der Zahl der Ausbildungsverträge (2018 waren es 2461 neue Azubis und damit 107 mehr als im Jahr 2014, sogar 745 mehr als 2002), die Einführung eines IHK-Unternehmerpreises in den drei Kategorien Industrie, Handel und Dienstleistungen sowie Jungunternehmer, die Renovierungen der IHK-Geschäftsstellen in Gießen und Friedberg und die Etablierung von Berufsbildungspartnerschaften in Nigeria und Kenia, um die Qualität der Ausbildung in beiden Ländern zu verbessern.

Schwarz versprach, die Zusammenarbeit mit der IHK Lahn-Dill voranzutreiben, die in einer möglichen Fusion münden könne.

Unterstützt wird Schwarz bei seiner Arbeit von vier Vizepräsidenten sowie einer Vizepräsidentin: Als »Vize« neu gewählt wurden der Hotelier Rainer Dietz (Lauterbach) und der Textilhändler Jochen Ruths (Friedberg); sie ersetzen Thomas Rühl (Gießen) und Thomas Lupp (Nidda), die beide der neuen Vollversammlung nicht mehr angehören. Weitere Vizepräsidenten bleiben Michael Kraft (Gießen), Ralph Kehl (Alsfeld) und Angelika Schlaefke (Limeshain). Durch Nachwahl (Kooption) zusätzlich in die Versammlung aufgenommen wurden Alexander Langsdorf, Mira Sellheim und Roman Kubla.

Flammende Bekenntnisse für die EU, den europäischen Binnenmarkt und die Europawahl gaben die Gastredner des Abends ab. Diese waren Jörg-Uwe Hahn (FDP, ehemals hessischer Minister für Justiz, Integration und Europa) sowie Prof. Sven Simon, Spitzenkandidat der CDU Hessen für die Europawahl 2019.

Die Europawahl im Mai sei elementar wichtig, weil sich dabei entscheide, ob die Europa-Befürworter oder die Europa-Gegner die Oberhand gewinnen, sagte Simon. »Manche Menschen riskieren ihr Leben dafür, um nach Europa und in die EU zu kommen; andere lehnen die EU ab. Doch die EU ist nicht schlecht – sie wird leider aber seit Jahren schlechtgeredet«, erklärte Simon. Hahn erinnerte daran, dass es die EU geschafft habe, den Frieden in Europa dauerhaft zu sichern, obwohl dort Konflikte zwischen den einzelnen Ländern jahrhundertelang »immer mit dem Säbel« erfolglos zu lösen versucht wurden. Als weiterer Redner stellte Wilfried Behrens, Vorsitzender des Fördervereins »Garten-Stadt Gießen«, das Landesgartenschau-Jubiläumsfest in Gießen (30. Mai bis 10. Juni) vor.



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