Vogelsbergkreis

Gedenktafel freigeschnitten

Traditionsgemäß gibt die Kyffhäuserkameradschaft Ulrichstein immer den Startschuss zum Frühjahrsputz in Hessens Bergstädtchen. So wurde am Samstagmorgen wieder gereinigt und gesäubert. Mit Hacke, Schaufel, Besen und Eimer versehen ging es zum Ulrichsteiner Schlossberg mit der Burgruine zum Großreinemachen. Besonders widmeten sich die Mitglieder dem Ehrenfriedhof zwischen den Mauern des inneren und des äußeren Befestigungsrings. Da sind 132 Opfer des 2. Weltkrieges bestattet. Gebeine aus verstreut liegenden Gräbern in 45 Gemeinden der Region wurden auf Veranlassung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge Ende des 1960er Jahre umgebettet. Sie gehören sechs Nationen an: Russland, Polen, Deutschland, Niederlande, Österreich, Frankreich, dazu zwei unbekannter Nationalität und einer ohne Staatsangehörigkeit. Die sterblichen Überreste des Ulrichsteiners Hans Daupert wurden im Jahr 1972 von einem Soldatenfriedhof im Elsaß zum Schlossberg überführt.
07. April 2019, 21:42 Uhr
Dieter Graulich
Efeu wird an der Gedenktafel der gefallenen 22 Hessischen Grenadiere geschnitten. Im Hintergrund die Kulisse der Burgruine Schlossberg. 	(Foto: au)
Efeu wird an der Gedenktafel der gefallenen 22 Hessischen Grenadiere geschnitten. Im Hintergrund die Kulisse der Burgruine Schlossberg. (Foto: au)

Traditionsgemäß gibt die Kyffhäuserkameradschaft Ulrichstein immer den Startschuss zum Frühjahrsputz in Hessens Bergstädtchen. So wurde am Samstagmorgen wieder gereinigt und gesäubert. Mit Hacke, Schaufel, Besen und Eimer versehen ging es zum Ulrichsteiner Schlossberg mit der Burgruine zum Großreinemachen. Besonders widmeten sich die Mitglieder dem Ehrenfriedhof zwischen den Mauern des inneren und des äußeren Befestigungsrings. Da sind 132 Opfer des 2. Weltkrieges bestattet. Gebeine aus verstreut liegenden Gräbern in 45 Gemeinden der Region wurden auf Veranlassung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge Ende des 1960er Jahre umgebettet. Sie gehören sechs Nationen an: Russland, Polen, Deutschland, Niederlande, Österreich, Frankreich, dazu zwei unbekannter Nationalität und einer ohne Staatsangehörigkeit. Die sterblichen Überreste des Ulrichsteiners Hans Daupert wurden im Jahr 1972 von einem Soldatenfriedhof im Elsaß zum Schlossberg überführt.

Galt es in den Jahren zuvor immer reichlich Müll wegzuräumen, so waren die Helfer diesmal überrascht, dass alles relativ sauber war. Winter- und Frühjahrsstürme hatten den Schlossberg verschont und es waren nur einige kleinere Äste von der Kriegsgräberstätte zu beseitigen. Im Eingangsbereich wurde an der Gedenktafel für die am 7. April 1759 beim Sturm auf die von Franzosen besetzte Burg, gefallenen 22 hessische Grenadiere, das Efeu geschnitten. Nach etwas über einer Stunde war der Arbeitseinsatz beendet und es gab ein wohlverdientes Frühstück, das wieder gesponsert worden war. Vorsitzender Klaus-Dieter Semmler dankte den Helfern für ihren Einsatz und wies auf die 39. Jahreshauptversammlung am Samstag, 13. April um 20 Uhr im »Landgasthof Groh« hin. Er bat um zahlreiches Erscheinen, denn neben Berichten des Vorstandes stehen Neuwahlen und Ehrungen an.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/vogelsbergkreis/art74,574908

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