07. April 2019, 21:35 Uhr

Gefordert bei Unfällen und Waldbrand

07. April 2019, 21:35 Uhr

Alsfeld (pwr). Mit 275 Alarmen wurden Alsfelds Feuerwehrleute im Vorjahr kreisweit am häufigsten zu Hilfe gerufen. Die 75 Frauen und Männer der Einsatzabteilung »Alsfeld-Mitte« wurden 2018 zu 42 Bränden, 156 Hilfeleistungen und 77 Fehlfahrten alarmiert, zeigte die Bilanz zur Hauptversammlung. Allein in den 24 Stunden davor wurden die Ehrenamtlichen vier Mal alarmiert.

Eindrücklich stellte Wehrführer Carsten Schmidt den Jahresbericht vor, der von beispiellosem gesellschaftlichen Engagement zeugt. So führte Schmidt einen Einsatz am 10. Januar 2018 an. Auf der Autobahn 5 bei Alsfeld hatten zwei Lastwagen mit Gefahrgut ein Unfall. »Dieser Einsatz an einem Winterabend zeigt deutlich, dass wir keinem normalen Hobby nachgehen.« Polizisten hatten sich ein Stück Stoff über Nase und Mund gezogen, die Besatzung eines Rettungswagens kämpfte »in einer Flüssigkeitslache um das Leben eines Lastwagenfahrers«. Alle Helfer waren zur Rettung von Menschenleben eingebunden, doch wurden sie massiv behindert. »Die Rettungsgasse war von Lastwagen zugefahren, wichtiges Equipment musste bis zu 500 Meter weit zum Unfallort getragen werden«, sagt Schmidt. Für ihn ist das ein Spiegel der Ellenbogengesellschaft.

Dank sprach er den Landwirten aus, die sich im Sommer 2018 mit Wasserfässern zur Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden anboten. 142 Mal wurden die Aktiven laut Schmidt von ihrer Berufsausübung zur Tageszeit abgehalten. Sie waren 3114 Stunden im Einsatz und retteten zwei Menschenleben. Überörtlich eilten die Alsfelder 17 Mal zu Hilfe, darunter waren vier Großbrände. Insgesamt gab es über 11 000 Dienststunden.

Neben der Stadt Alsfeld stärkt den Feuerwehrleuten ein 515-köpfiger Förderverein den Rücken. Unter anderem wurde ein Kleinwagen für die Brandschützer beschafft. In diesem Jahr will der Verein ein Übungshaus zur Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern bauen und eine Drohne beschaffen.

Der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart Colin Greb berichtete über die Arbeit der 23-köpfigen Nachwuchsabteilung. Mehr als 1100 Stunden Jugendarbeit wurden geleistet. Ein Höhepunkte war die 24-Stunden-Übung mit 25 Übungsalarmen. Kinderfeuerwehrleiterin Ramona Diehl bot für die 33 Feuerfüchse einen Ausflug ins Vulkaneum und einen Spielenachmittag an. Höhepunkt war eine Übernachtung in der Feuerwache.

Die 23 Auftritte der 48-köpfigen show and brass band reflektierte der 2. Vorsitzende Alexander Reinsch. Man spielte beim Rosenmontagsumzug in Mainz, dem Loreley-Tattoo in St. Goarshausen und dem Deutschland Military Tattoo in Magdeburg. Für die 39-köpfige Ehren- und Altersabteilung resümierte Leiterin Rita Bücking, man pflege die Verbundenheit.

Kassenverwalter Ralf Braun informierte, dass der Förderverein für Einsatzabteilung, Kinder- und Jugendfeuerwehr über 30 000 Euro ausgab. Neue Kassenprüfer sind Martin Zulauf und Udo Naujokat.

Ehrung für 70 Jahre Zugehörigkeit – Günther Henning, Erich Ernst, Georg Falkenhainer, Dietmar Koch, Dieter Müller, Hans Otto Schneider und Willi Stein. 50 Jahre – Marianne Schleichert und Heinrich Weiß. 30 Jahre – Willy Eifert, Andrea Habermann, Yvonne Müller und Uwe Weiß. 20 Jahre – Lothar Bäcker, Marcus Eckert, Anita Felkl, Andrea Hartmann, Werner Janke, Georg Kalbfleisch, Ralf Müller, Lothar Ruhl und Peter Schwärzel. 10 Jahre – Anja Gonther, Lieselotte Hahn, Nils Krömmelbein, Wolfgang Meyer, Manuel Müller, Eric Planz, Johanna Röhrig, Tobias Tomalla, Benjamin und Philipp Weitzel. Ehrenzeichen Feuerwehrmusiker in Bronze – Reinhard Gonther, Johannes Günther und Kilian Schütz.

Beförderungen: Hauptfeuerwehrmann – Niklas Naujokat, Oberfeuerwehrmann – Jonas Röhrig, Nils Krömmelbein. Feuerwehrleute – Sarah Kuhla, Colin Greb, Jonas Werner, Max Sendrowski, Janosch Lang. Weiteres: Höchste Übungsbeteiligung – Sven Krüger. Ernennungsurkunden Jugendfeuerwehrwarte – Niklas Naujokat, Colin Greb. , Entlassungsurkunden erhielten ihre Vorgänger Thomas Dressler und Florian Borchard.

Bürgermeister Stephan Paule dankte für das Engagement der Feuerwehrleute und freute sich über die Auftritte der Musiker. Stadtverordnetenvorsteher Michael Refflinghaus sprach der Feuerwehr eine große Bedeutung für Alsfeld zu. Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer sprach eine Steigerung der allgemeinen Einsatzzahlen an. »Alle 32 Stunden gab es einen Einsatz«, so Schäfer.

Polizeihauptkommissar Stephan Messer dankte für die gute Zusammenarbeit von Feuerwehr und Polizeistation Alsfeld. Er mahnte vor zunehmender Gewalt gegenüber Feuerwehrleuten, Sanitätern und Polizisten.

Vorstand Förderverein: Vorsitzender Carsten Schmidt, Kassenverwalter Ralf Braun, sein Stellvertreter Sascha Wagner, Schriftführer Kevin Planz und sein Stellvertreter Tobias Riemann, 2. Vorsitzender Sven Krüger, Pressesprecherin Naomi Hedrich.

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