28. März 2019, 21:56 Uhr

Menschen zieht es zum DRK

28. März 2019, 21:56 Uhr
Elke Bär und Jan Mühlenbeck (r.) erhalten die Verdienstmedaille des Kreisverbandes, hier mit (v. l.) Vorsitzendem Matthias Weitzel und Kreisbereitschaftsleiter Ulf Immo Bovensmann.

Mücke-Merlau (sf). Jahresrückblick hielt dieser Tage die DRK-Ortsvereinigung Mücke. Vorsitzender Matthias Weitzel sagte, man zähle erfreulicherweise 40 Mitglieder mehr als im Jahr davor. Die Ortsvereinigung ist zudem auf 71 Aktive stolz, auch hier gab es einen Anstieg. »Die Ortsvereinigung Mücke ist hier auf einem guten Weg«, so Weitzel. Die Altkleidersammlung habe sich gut entwickelt. Das Schlachtessen ist gut etabliert.

Einen breiten Bereich nahmen wie immer Pflege, Unterhaltung und Verbesserung des Materials und der Unterkünfte ein. Bei der Blutspende gab es immer wieder einmal kleinere Probleme, als krankheitsbedingt vom Blutspendedienst kurzfristig Termine abgesagt werden mussten. Dadurch seien die Stammspender teilweise auf andere Orte ausgewichen und konnten nicht bei den Terminen in Atzenhain oder Mücke spenden.

Dennoch hätten sich die mit der Ortsvereinigung Atzenhain abgestimmten Termine bewährt. Leider habe man die Idee, dies auf weitere Partner auszudehnen, nicht umsetzen können. Ende April findet die Blutspende dann erstmals in Merlau im ev. Gemeindehaus statt. »Wir sind gespannt, ob wir mit dem Ortswechsel den erwarteten Spenderzuwachs realisieren können«, sagte Weitzel.

Großübung ausgearbeitet

Die Bereitschaft mit Leiter Marius Zimmer kann wieder auf ein arbeitsreiches Jahr zurückblicken mit Übungen, der Betreuung von Sanitätsdiensten und Blutspenden. Gemeindebrandinspektor Martin Schlosser hatte eine Übung ausgearbeitet, bei der über 400 Einsatzkräfte beteiligt waren. Dabei hat die Ortsvereinigung mitgewirkt und sogar zum Teil die Ausbildung der Reservisten der Bundeswehr übernommen.

Es blieb viel zu tun, so waren die Helfer auch beim Hochwasser in Ober-Ohmen im Einsatz. Ein Ausflug führe die Mitglieder nach Berlin. Dienste führten die Helfer nach Frankfurt ins Stadium und zum »JP Morgan Lauf«.

Zudem waren die Mücker in Alsfeld im Einsatz, als ein Hochwasser das Katastrophenschutzzentrum stark betraf. Einsätze gab es bei einem Giftgasaustritt in Ulrichstein, dem großen Waldbrand zwischen Homberg und Kirtorf und einer Massenkarambolage auf der Autobahn. Die Mücker hielten auch ein Partnerschaftsfest ab, bei denen die beiden Partnerbereitschaften Berlin und Bad Nauheim vor Ort waren.

Die Bereitschaft hat 28 Aktive Mitglieder, darunter sind zwei Ärzte, drei Rettungsassistenten und vier Rettungssanitäter. Fast alle Helfer haben eine abgeschlossene Fachdienstausbildung, 78 Prozent haben eine Sprechfunkausbildung. Insgesamt haben alle Helfer zusammen knapp 13 400 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.

Auch für den Fernmeldedienst/IuK um Veit-Hans Borgmann war das Jahr sehr arbeitsintensiv. Für alle Einsätze wurden 815 ehrenamtliche Stunden geleistet. Der Sozialdienst um Pia Bachmann hat viel Zeit in die stete Verbesserung der Kleiderkammer investiert. Zu Beginn des Jahres wurde die Kleiderkammer renoviert und die sanitären Anlagen erneuert. Pro Jahr können zwischen 500 und 750 Personen unterstützt werden. Im Oktober gab es einen Schnuppertag in der Kleiderkammer.

Geehrt wurden für passive Mitgliedschaft für 60 Jahre Erika Schmidt, für 50 Jahre Alfred Pfeil, Gerd Kratz, Ernst Horst, Eckhard Frank, Waltraud Schumann und Klaus Deubel und für 25 Jahre Reiner Schlosser und Gertrud Graulich. Für aktiven Dienst wurden geehrt für 50 Jahre: Wilhelm Spamer, für 25 Jahre Manuel Myska und Marco Kratz, für 20 Jahre Ines Schmaus, für zehn Jahre Silvia Roth und für fünf Jahre Pia Bachmann, Theo Liehr und Marius Benedikt Zimmer.

Neben den Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft wurden Elke Bär und Jan Mühlenbeck mit der Verdienstmedaille des Kreisverbands ausgezeichnet. Elke Bär ist über viele Jahre im Mücke aktiv. Jan Mühlenbeck begann im Fernmeldedienst. Heute ist er ausgebildeter Rettungssanitäter. Auch im Katastrophenschutz ist er tätig. Beide engagierten sich auch sehr im Herbst 2015, als Flüchtlinge nach Mücke waren.

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