Feldatal-Stumpertenrod (au). Trotz einer intensiven Bejagung des Schwarzwildes mit einer Strecke von 36 Stück gab es im Jagdjahr erheblichen Wildschaden im Acker- und Grünland. Im Bericht bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft im Dorfgemeinschaftshaus bezifferten die Jagdpächter Tom-Franziskus Koop und Philipp Frank die weitere Strecke mit 31 Stück Rehwild, sieben Füchse, zehn Waschbären und je einen Dachs und Steinmarder. Von den Jagdgenossen gab es Dank und Anerkennung dafür, dass die Beständer stark hinter den Sauen her seien. In benachbarten Revieren sei dies teilweise nicht so der Fall.

Zu Beginn hatte Jagdvorsteher Michael Semmler mitgeteilt, dass alle Beschlüsse umgesetzt wurden. Zur Verwendung der Jagdpacht 2019 wurde beschlossen, weiterhin die Bezahlung des Wassergeldes für das Weidevieh zu übernehmen.

Nachdem in den Vorjahren für das Dorfgemeinschaftshaus eine Edelstahlspüle sowie eine große Bratpfanne beschafft wurden, stellte die Jagdgenossenschaft diesmal dem Ortsbeirat rund 4000 Euro für neue Vorhänge zur Verfügung. Der Kauf eines neuen, liegenden Holzspalters mit Fahrwerk, wurde zurückgestellt. Einstimmige Zustimmung erhielt der Antrag auf Beschaffung eines Dachdeckerfangschutzes für das Gerüst der Jagdgenossen.

Bei den anschließenden Wahlen wurden die Jagdausschussmitglieder Karin Weitzel, Karl-Heinrich Hansen und Hans-Jürgen Korell einstimmig wiedergewählt.

Revierleiter Gerhard Dymianiw wies in seinem Rückblick aus forstlicher Hinsicht darauf hin, dass 2018 seit 1881 das trockenste, wärmste und sonnenreichste Jahr gewesen sei. Pflanzen vertrockneten und der Borkenkäfer befiel die Bäume. Alleine im Revier Feldatal rund 6000 Festmeter. Dies sei das Sechsfache der normalen Nutzung. Dadurch sei der Holzmarkt übersättigt und die Preise »im Keller«.

Für die Gemeinde Feldatal dankte Beigeordneter Albrecht Stein den Beständern für die hervorragende und professionelle Arbeit im Revier Stumpertenrod und für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.

In seinem Grußwort ging er auch auf die Umzäunung des Feuerlöschteich und Schwimmbades ein. Das Problem dabei sei, dass es abgeschlossen werden müsse und die Schlüsselaufbewahrung noch nicht geregelt sei. Von den Jagdgenossen wurde bedauert, dass Bürgermeister Leopold Bach nicht anwesend war und Informationen dazu geben konnte.

Geklärt werden konnte deshalb auch nicht die Übernahme der Kosten für das Jagdkataster. Hier erwarten die Jagdgenossen ein Entgegenkommen der Gemeinde, denn diese wurden als erheblich geringer als die Kosten für die Vorhänge des DGH bezeichnet.

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