14. März 2019, 21:57 Uhr

Atemschutzstrecke bleibt

14. März 2019, 21:57 Uhr
Die Einzelteile der Atemschutz-Übungstrecke sind in der Fahrzeughalle der alten Feuerwache in Alsfeld gelagert. Genau dort – nämlich im Erdgeschoss und nicht mehr im Keller – soll die Strecke nun wieder aufgebaut werden. Diese Entscheidung verkünden (v. l.) Landrat Manfred Görig sowie Stefan Schmidt und Peter Schwärzel vom Amt für Schulen und Liegenschaften). (Foto: pm)

Vogelsbergkreis (pm). Die Atemschutz-Übungsstrecke der Feuerwehr wird wieder aufgebaut – und zwar im bisherigen Gebäude in der Straße »An der Au«. Für diesen Standort sprach sich die Mehrheit der Feuerwehr-Führungskräfte in einer Dienstversammlung am Dienstagabend im Posthotel Johannesberg in Lauterbach aus. 18 Vertreter stimmten für den Aufbau in der Fahrzeughalle, acht waren dagegen, zehn enthielten sich der Stimme.

Zur Erinnerung: Seit mehr als 30 Jahren machten die Atemschutzträger der Freiwilligen Feuerwehren ihre Durchgänge auf der Strecke in der alten Feuerwache. Allerdings im Keller. Nach einem Extrem-Hochwasser im vergangenen Jahr musste die Strecke wegen starker Schäden abgebaut werden, die Vogelsberger Feuerwehrmänner und -frauen mussten auf benachbarte Kreise ausweichen.

Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule hatte daraufhin die Idee einer interkommunalen Zusammenarbeit ins Spiel gebracht. Er schlug vor, die Strecke am neuen Feuerwehrstützpunkt zu errichten, finanziert vom Vogelsbergkreis und allen Gemeinden.

Mitmachen wollten aber letztlich nur neun Kommunen. »Nach dem Scheitern der interkommunalen Zusammenarbeit am Standort neue Feuerwache Alsfeld waren die Möglichkeiten sehr eingeschränkt«, skizzierte Landrat Manfred Görig in der Feuerwehr-Dienstversammlung die Lage.

Vorkehrungen gegen Hochwasser

Wäre keine Entscheidung für den Standort »An der Au« getroffen worden, dann hätte der Diskussionsprozess mit allen Städten und Gemeinden von vorne beginnen müssen. Dabei wäre es wieder um die Kostenbeteiligung der Kommunen und die Standortfrage gegangen. »Das alles mit ungewissem Ausgang rheblichen zeitlichen Verzögerung für die Wiederinbetriebnahme,« meinte Görig weiter. Vor diesem Hintergrund entschieden sich die Feuerwehr-Führungskräfte dafür, die Strecke am alten Standort wieder aufbauen zu lassen. Allerdings nicht mehr im Keller. »Wir gehen ins Erdgeschoss«, machte der Landrat deutlich.

Zusätzlich werden bauliche Vorkehrungen gegen ein Hochwasser getroffen. Die Rolltore werden entfernt, die Mauern werden im unteren Bereich einen Meter hoch betoniert, dann wird in Leichtbauweise weitergebaut. Die genaue Bauplanung wird fachlich mit den Feuerwehr-Führungskräften abgestimmt, kündigte der Landrat an.

Bis die Anlage steht und die ersten Feuerwehrmänner ihre Durchgänge machen, wird es etwa ein Jahr dauern.

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