07. März 2019, 22:11 Uhr

Über das Frausein in Slowenien

07. März 2019, 22:11 Uhr

Ein Gebet wandert über 24 Stunden lang um den Erdball und verbindet Frauen in mehr als 120 Ländern der Welt. Denn über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich christliche Frauen beim Weltgebetstag dafür, dass Frauen und Mädchen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können.

Seit Jahrzehnten verbindet sie auch in Deutschland Christinnen und Christen unterschiedlicher Konfessionen in Gebet und Handeln. So seit Jahren in der ev. Katharinengemeinde Gemünden, die unter dem diesjährigen Titel »Kommt, alles ist bereit« zum Weltgebetstags-Gottesdienst mit Pfarrerin Ursula Kadelka ins Dorfgemeinschaftshaus in Burg-Gemünden eingeladen hatte.

Die Liturgie kam in diesem Jahr aus Slowenien. Eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union öffnete damit seine Türen. Zum Weltgebetstag haben slowenische Frauen Jesus Gleichnis vom großen Abendmahl aus dem Lukasevangelium ausgewählt und rufen in diesem Jahr begeistert »Kommt, alles ist bereit«.

Pfarrerin Kadelka und die Frauen vom Vorbereitungsteam erzählten von den Erfahrungen und Erlebnissen slowenischer Frauen. Dabei schlüpften sie unter anderem in die Rolle von »Marjeta«, die erzählt, wie ihre Mutter und Großmutter sie beten gelehrt hatten, religiöse Menschen, aber in Jugoslawien als Bürger zweiter Klasse geltend und sie deshalb kein Stipendium bekommen habe. Ganz anders war es der 80 Jahre alten »Marija« ergangen, die eine kleine Rente aus ihrer Arbeit in einer Fabrik erhält und davon ihren Sohn mit Familie mit ernährt, weil diese keine Arbeit finden.

Thema Alkoholmissbrauch

Auch war der Alkoholmissbrauch ein Thema, von dem »Ema« erzählte, mit dem Fazit, dass man die Augen nur allzu gerne davor verschließt, wie sehr Alkohol das Leben einer ganzen Familie zerstören kann. Dazwischen wurden slawische Lieder mit deutschem Text gesungen, die Pfarrerin Kadelka auf der Gitarre begleitete und die den Gästen nach kurzem Einüben ganz gut von den Lippen gingen.

Nach einer Agape-Feier mit Brot (Brot des Lebens) und Trauben (Traube der Freude) gab es beim Probieren landesüblicher Spezialitäten, die von Frauen aus der Kirchengemeinde nach Originalrezepten aus Slowenien zubereitet worden waren, im Anschluss an den Gottesdienst Gelegenheit, das zuvor Gehörte bei einem Plausch Revue passieren zu lassen.

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