05. März 2019, 21:32 Uhr

52 Übungskarten für Senioren

05. März 2019, 21:32 Uhr

Das Übungsprojekt AGIL für Senioren, Erfahrungen mit Bürgerbussen und ein Antrag an den Landesseniorenbeirat waren die Themen in der aktuellen Sitzung des Kreisseniorenbeirats. Während der Bürgerbus in Grebenhain noch ein wenig Anlaufschwierigkeiten hat, läuft es in Feldatal schon runder.

Dort gehört er dem Gewerbeverein, und zahlreiche ehrenamtliche Fahrer haben mit ihm bereits Senioren zum Arzt oder zum Fasching gefahren. Andere Kommunen sind aufgrund der Vorgaben wie dem Vorhalten von 20 Fahrern, kurzen Standzeiten und Ähnlichem abgeschreckt. Sie sind gespannt auf die Entwicklung in den Modellkommunen. »Mobilität wird weiter ein Thema bleiben«, kommentiert der Vorsitzende Dr. Bernd Liller. Er nahm einen Punkt auf, der schon einmal angesprochen worden war: Die Standorte von Defibrillatoren. Während ein Großteil in öffentlichen Einrichtungen vorgehalten werde, die nur zu den Öffnungszeiten zugänglich sind, gebe es in Lauterbach ein öffentliches, »rund um die Uhr« zugängliches Gerät am Gemeindehaus neben der Kirche. Eine Mehrheit fand sich trotz einiger Bedenken für einen Antrag an den Landesseniorenbeirat. Darin fordert der Kreisseniorenbeirat, dafür zu sorgen, dass es in allen Kommunen und Landkreisen per Briefwahl demokratisch legitimierte statt nur berufene Seniorenvertretungen geben kann – was mehr Pflichten, aber auch mehr Rechte bedeute. Letztlich müsse jede Kommune für sich entscheiden, welchen Weg man gehen wolle.

Für das Projekt AGIL warb Martina Heide-Ermel vom Diakonischen Werk. Es geht darum, dass Senioren im hohen Alter mit Training gestärkt und die Selbstständigkeit so lange wie möglich erhalten wird.

Es geht um eine Bewegungsförderung in den eigenen vier Wänden. Nach einem finnischen Konzept mit 52 Übungskarten – also für jede Woche eine – werden die Menschen angeleitet, einfache, aber wirkungsvolle Übungen in ihren Alltag zu integrieren. Wer Anleiter werden möchte, der kann am 23. März in Lauterbach oder am 26. Oktober in Alsfeld ein Seminar besuchen. Informationen dazu unter der Nummer 06641/ 646690 oder per E-Mail an martina.heide-ermel@diakonie-vogelsberg.de.

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