03. März 2019, 19:49 Uhr

Und die goldene Pfanne geht an.....

03. März 2019, 19:49 Uhr
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Von Nina Reichhardt

Homberg (nr) »Die goldene Pfanne muss um die Welt«, das findet Maja Metz, Vorsitzende des Stiefelclubs und Trainerin des Homberger Männerballetturniers. Die Veranstaltung ist eine echte Institution geworden. Moderator Raphael Bernhart berichtete, dass am Vorverkaufstag schon vor 6 Uhr die ersten Damen vor der Halle campierten, um eines der begehrten Tickets zu ergattern.

Vor entsprechend ausverkauftem Haus eröffnete Bernhart den Abend mit »seinem« Lied »Let me Entertain you«. Die einzig unbehaarten und unbärtigen Tänzer des Abends war das Nachwuchsmännerballet des Stiefelclubs, die Lümmels, welche schon am Samstag die Damenwelt begeistert hatten. Schließlich kehrte die goldene Pfanne unter großem Applaus aus Nonnenroth zurück, der Vorjahressieger konnte dieses Jahr nicht teilnehmen.

Als erstes Team startete Büßfeld mit »Zirkus des Grauen« und mit gitarrenlastigem Sound und vielen akrobatischen Einlagen, gelungen auch die altbekannte Jury aus Kaiser Franz, Edvards Frau mit den Scherenhänden und Jan van Arb.

Schlacht am »Spuckschloss«

Der Karnevalsverein aus Laubach feiert in diesem Jahr sein 111. Jubiläum und die Herren von »Schwungrads Anna« begeisterten mit ihrer Interpretation vom Spieglein an der Wand mit tollen Kostümen und viel tänzerischem Können.

Direkt nach Bayern entführten die »Schoppenexen« aus Dannenrod das Publikum mit großer Kulisse und dem Einzug auf dem Traktor. Maulbach träumte mit seinen »Groibirn« den Traum vom großen Geld in Las Vegas und brachte mit viel Glitzer Casinofeeling auf die Bühne. Sie ernteten für ihre tänzerische Weiterentwicklung reichlich Lob von der Jury.

Deren Urteil geht jedoch nicht in die Wertung ein, die eigentlichen Punkte vergibt eine Jury mit je einer Person pro Männerballett. Beeindruckende Lichtinstallationen brachte die Showtanzgruppe »Natural Moves« aus Nieder-Gemünden als zauberhafte Gestalten auf die Bühne, bevor das Männerballett der Gastgeber die Schlacht am »Spuckschloss« zum Besten gab. Tänzerisch wie akrobatisch vollbrachten sie Höchstleistungen und ernteten großen Applaus.

Wo sich andere Gruppen fragen, wie man »so en Uffwand« betreiben kann, da fangen die »Schweesburcher Wätz« erst an. Eine gewohnt spektakuläre Kulisse und detailverliebte Kostüme bildeten den Mittelpunkt ihrer diesjährigen Show »Chaos im Olymp«. Harte Kritik der Jury ernteten in diesem Jahr die »Wild Bones« aus Reiskirchen, bei deren Ghostbusters-Tanz der Funke nicht so recht überspringen wollte.

Die »Schoppendales« aus Erfurtshausen haben gleich bei ihrer ersten Teilnahme alle aus den Socken gehauen, den Jungs fehlte es an nichts. So war sich die Jury noch vor Ende des Wettbewerbs sicher, hier hatte man soeben den Sieger tanzen sehen.

Letzter Turnierteilnehmer war die Gruppe »Feuerdonnerwetter« aus Deckenbach. Die Junge wurden direkt »verhaftet wegen sexy« und auch ihr Tanz konnte sich sehen lassen.

Weil es sich um eine gemischte Gruppe handelt, tanzten auch dieses Jahr die Klatschweiber aus Roßdorf wieder außer Konkurrenz und lieferten einen grandiosen Auftritt mit ihrer Geschichte vom Instaschnittchen. Als besondere Überraschung, weil sie selbst nie eine Pfanne gewinnen können, haben sie einfach den Hombergen eine eigene Pfanne mitgebracht, die sie den sichtlich überraschten Moderatoren Raphael Bernhart und Maja Metz überreichten.

Außerdem gab es für Raphael aus den Händen von Marius Maus noch einen kleinen roten Karton, welches aber wohl erst im nächsten Jahr eine Rolle spielen wird.

Wo sich die besten Tänzer jeder Gruppe letztes Jahr noch im Trampolinspringen beweisen mussten, hieß es dieses Jahr den Nacken aufwärmen und beim Metalza keine ernsten Verletzungen zu riskieren. Der beste Headbanger wurde aus dem Männerballett in Dannenrod gekürt.

Ohne Platzierung wurden die Gruppen aus Schweinsberg, Dannenrod und Reiskirchen aber mit »Wurscht und Schnaps« versorgt, Platz 5 ging an Büßfeld und den vierten Rang sicherte sich Deckenbach. Laubachs »Zirkus des Grauens« konnte die bronzene Pfanne abräumen, Lokalmatador Homberg sicherte sich die silberne Pfanne und mit großem Vorsprung haben sich die »Schoppendales« aus Erfurtshausen die begehrte Pfanne gesichert. Mit Freudenschreien, Glitzerkonfetti und einer langen Partynacht endete das diesjährige Strammer-Max-Turnier. Im nächsten Jahr wird man sich wohl schon ab 5 Uhr morgens anstellen müssen, um noch einen Platz zu ergattern...



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