01. März 2019, 22:08 Uhr

In die Ortsmitte soll Schwalbenhaus

01. März 2019, 22:08 Uhr
Verabschiedung des langjährigen Rechners Horst Wielsch (M.) mit (v. l.) Andrea Röhrich, Gerhard Vogel, Sylvia Vogel, Luise Müller und Egon Justus. (Foto: eva)

Gemünden-Burg-Gemünden (eva). »Jetzt hat die Versammlung zugestimmt und die Sache wird angegangen«, so fasste es Vorsitzende Luise Müller nach der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) zusammen. Es geht um den Bau eines Schwalbenhauses. Jetzt muss in Absprache mit der Gemeinde eine Baugenehmigung eingeholt und ein Standort gewählt werden. Damit stoße man ein großes Projekt an, denn die Kosten können sich zwischen rund 8500 Euro für ein kleineres Schwalbenhotel mit bis zu 30 Nestern bis hin zu rund 10 000 Euro für ein Schwalbendomizil mit bis zu 54 Nestern bewegen. »Unser Ziel ist es, das Schwalbenhaus zum größten Teil in Eigenleistung und damit so günstig wie möglich zu bauen«, betonte die Vorsitzende und ergänzte, dass man auch auf Spenden hofft.

Die Schwalben zählen als Siedlungs- und Kulturfolger des Menschen zu den bekanntesten Vogelarten. Doch durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft haben sich die Lebensbedingungen für Schwalben und Mauersegler deutlich verschlechtert. Um dem etwas entgegenzuwirken, möchte der Obst- und Gartenbauverein eine Möglichkeit für die Vögel schaffen, feste Brutstätten anfliegen zu können. Und dies nach Möglichkeit an einem öffentlichen Platz mitten im Ort. »Das mögen Schwalben und Mauersegler, denn das gibt ihnen Geborgenheit«, stellte Luise Müller heraus, die mit ihrem Vorstandsteam die Möglichkeit zur Befestigung von Nisthilfen an den Häusern vorstellte.

Das Hauptaugenmerk lag ansonsten auf der Pflege des Obstbaumbestandes und der Obstbaumanlagen. Insbesondere erwähnte die Vorsitzende lobend Sylvia und Gerhard Vogel, Bernd Müller, Paul Röhrich, Egon Justus und Christian Wagner, die das ganze Jahr über die Arbeiten inklusive Obstbaumschnitten und Mäharbeiten rund um die über 100 Kirschbäume, einer Vielzahl von Apfelbäumen und weiteren Obstgehölzen ehrenamtlich ausgeführt hatten. Ebenso übernahm der OGV (insbesondere Sylvia Vogel) wieder die Gestaltung und die Pflege des Blumenschmucks an den Ortseingängen sowie am Käutchen und am Luthereck. Darüber hinaus wurden als Ausgleichsmaßnahme von der Deutschen Bahn, Quitten-, Birnen- und Apfelbäume in der Obstbaumplantage gepflanzt, deren Pflege der OGV übernehmen wird.

Sylvia Vogel wurde als zweite Vorsitzende und Egon Justus als Besitzer bestätigt. Da Horst Wielsch nicht mehr kandidierte, wählte die Versammlung Andrea Röhrig zur neuen Kassenwartin.

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