03. Februar 2019, 19:53 Uhr

Narrenjagd auf Bürgermeister

03. Februar 2019, 19:53 Uhr
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Von Herbert Schott
Narren stürmen das Rathaus von Feldatal und führen Bürgermeister Bach ab. (Foto: hso)

Mit dem Rathaussturm begann für die Narren des Knuts Hut Club nun die heiße Phase der Faschingskampagne. Ranzengarde, das Prinzenpaar, das Kinderprinzenpaar, begleitet vom Elferrat und von den Garden des KHC, brachten sich am Sonntag vor dem Rathaus in Groß-Felda in Stellung, um die Regentschaft über das Feldatal zu übernehmen. Bernd Klaus, Oberleutnant der »Berittenen Gebirgsmarine zu Fuß« und die Kanoniere brachten die Kanone in Stellung, um das Rathaus sturmreif zu schießen.

Doch dabei gab es, wie auch in den letzten Jahren der Gemeinde, die erste Panne, denn die Kanone brachte nur eine schwache Konfettisalve zustande. So mussten die Gardisten ohne Kanonenunterstützung das Rathaus stürmen. Es dauerte lange, bis die Gardisten das Gebäude durchsucht hatten, aber schließlich konnten sie doch noch einen Gefangenen machen. In einer wilden Verfolgungsjagd sprang der Bürgermeister noch aus dem Fenster und konnte erst auf dem Hof in Fesseln gelegt werden.

In diesem Jahr fand man mit Bürgermeister Leopold Bach seit langem wieder einen Verantwortlichen im Verwaltungsgebäude. In den Vorjahren hatte Azubi Daniel Müller die Stellung gehalten. Alle anderen hatten sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht.

Nun versprachen Prinz Daniel I. und Prinzessin Carolin I. der Narrenschar, dass es unter ihrer Regentschaft nur weiter aufwärts gehen könne. Daniel freute sich, dass seit verganenem Frühling wieder ein Rathauschef da sei. Aber von Anfang an wurde von schwarzen, grünen, blauen und roten Genossen gleich wieder aus allen Rohren geschossen. Aber er sei ja noch jung und bringe die Leute langsam wieder in Schwung. Am Aschermittwoch sei er dann wieder frei und könne sich wieder zum Wohle des Feldatal engagieren. Auch die Prinzessin ging auf die Gemeindepolitik ein. Zwar war die Kasse, die man vorgefunden hat, leer, aber die Lichter gehen im Feldatal langsam wieder an. Der neue Bürgermeister bläst den alten Mief aus dem Rathaus heraus.

Dann hatte der »Gefangene« das letzte Wort bevor er für die nächsten Wochen in den Kerker musste. Bach betone, dass sich seit seiner Regentschaft im Feldatal etwas tue und so mancher Gegner blass werde. Er gestand ein, dass es nicht immer leicht sei, die Dinge nach vorne zu treiben. Aber er handele nach dem Motto: Wer nach hinten schaut hat noch nie ein Ziel erreicht. Er sehe sich als Trainer wie beim Fußball. Er gibt dem Team die Taktik vor, geht diese in die Hose, dann muss man oft Prügel einstecken. Gewinnt man aber den Pokal, fragt keiner mehr danach, wie es zustande kam. Er werde in der Zeit seiner Gefangenschaft viel nachdenken und an dem Ziel »Gestalten statt Verwalten« weiter arbeiten. Auch wenn im Parlament manchmal heftig die Flammen lodern muss man am Ende sich immer wieder zum Wohle der Gemeinde zusammenraufen. Er übergab den Schlüssel der Verwaltung an die Narren des KHC.

Die nächsten Termine: »39. Fealler Hutnoacht« am 15. und 16. Februar unter dem Motto »Knuts Märchen 2019 – Sesam öffne dich«. Mit Prinzenpaar und Gefolge wird dabei der »Fealler Märchenwald« erkundet. In der Feldahalle verkaufte der KHC bei Kräppeln und Kaffee Karten für die Hutnoacht Eintrittskarten für den Freitagabend unter www.eventbrite.de freitag-tickets-53357476649.



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