31. Januar 2019, 21:54 Uhr

Kirche sagt Urgesteinen ade

31. Januar 2019, 21:54 Uhr
Horst Hofmann (l.) und Klaus Dieter Döll.

Vogelsbergkreis (pm). Wenn eine Führungskraft aus der Finanzverwaltung mit stehendem Applaus in den Ruhestand verabschiedet wird, dann will das etwas heißen – und das hat es auch: Mit Klaus Dieter Döll verabschiedete die Evangelische Regionalverwaltung Oberhessen mit Sitz in Alsfeld und Gießen ein Urgestein des ehemaligen Rentamts, einen Mann, der der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) knapp 38 Jahre die Treue gehalten hatte, davon über 30 Jahre in leitender Position. Doch nicht nur ihm galt eine feierliche Matinée, denn mit ihm ging nach über 20 Jahren eine weitere feste Institution des Standorts Alsfeld: Auch Horst Hofmann, der die letzte Druckerei der Regionalverwaltung betrieben hatte, ging wie Döll zum Ende des letzten Jahres in den Ruhestand.

Die Verabschiedung seines Mitarbeiters Horst Hofmann ließ sich dessen Chef Klaus Dieter Döll selbstverständlich nicht nehmen. Ein letztes Mal im Amt, dankte Döll Hofmann für dessen Perfektion, die stets hohe Qualität hervorgebracht habe. Oftmals habe der Drucker den Gemeindebriefen erst den letzten Schliff gegeben, nicht selten sei er im letzten Moment mit Rat und Tag eingesprungen.

Gleichzeitig stand die Veranstaltung im Zeichen des Neuanfangs: Mit Ralf Schnell wurde der neue stellvertretende Leiter der Regionalverwaltung ins Amt eingeführt, dessen Nachfolge als Leiter der Finanzabteilung tritt Cornelius Helm an. Lothar Nicolai würdigte das Verdienst von Klaus Dieter Döll, zunächst mit einem Blick auf die Vita des 64-Jährigen, der seinen Werdegang in der Regionalverwaltung 1981 im damaligen Rentamt Nidda begann. 1987 wurde er Rentamtsleiter in Alsfeld, wo er 2004 auch Leiter der Nachfolgeeinrichtung, der Evangelischen Regionalverwaltung, wurde. Als 2014 die Regionalverwaltungen Alsfeld und Gießen zur Regionalverwaltung Oberhessen fusionierten, blieb Döll als stellvertretender Leiter in Alsfeld. Er sei bekannt gewesen für seine akribische, ergebnisorientierte Arbeitsweise, genauso wie für seine vermittelnde Kompetenz, die auch in kniffligen Situationen immer wieder zu guten und tragfähigen Kompromissen geführt habe. Mit diesen Fähigkeiten habe Döll geholfen, sowohl die Fusion der Alsfelder und Gießener Verwaltung geräuschlos über die Bühne zu bringen, als auch den Übergang der doppischen Buchhaltung in den Dekanaten und Kirchengemeinden mitgestaltet. Dabei habe er geduldig viele Fragen beantwortet, Vorgänge erklärt und nie den Überblick verloren. Neben all dem zeichne Döll sich durch ein außerordentlich gutes Verhältnis zu seinen Mitarbeitenden aus, wie auch in späteren Grußworten noch deutlich wurde. »Die EKHN verliert einen treuen und geliebten Mitarbeiter«, fasste Nicolai zusammen.

Bereits seit dem 1. Januar im Amt sind die beiden neuen Führungskräfte der EKHN. Sowohl Ralf Schnell als auch Cornelius Helm sind seit einigen Jahren in den Diensten der Regionalverwaltung und erwiesen sich in den Bewerbungsphasen als geeignet für die frei werdenden Positionen. Sie beide wurden von Lothar Nicolai an diesem Tag offiziell in ihr Amt übernommen. (Foto: pm)

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