22. Januar 2019, 21:21 Uhr

SPD/FW gegen Seniorenbeirat

22. Januar 2019, 21:21 Uhr

Mücke (rs). In der Bevölkerung nimmt der Anteil der Älteren kontinuierlich zu, in vielen Kommunen wird deshalb den Bedürfnissen dieses wachsenden Bevölkerungsteils mit einem Seniorenbeirat Rechnung getragen. Dabei gehen Kommunen unterschiedliche Wege, Seniorenvertreter zu berufen. Teil- weise werden diese benannt, aber auch gewählt, wie beispielsweise im benachbarten Gemünden. In Mücke gibt es zwar in fast allen Ortsteilen viele Angebote für Senioren, aber keinen Seniorenbeirat. Dem möchte die CDU-Fraktion abhelfen, indem sie einen entsprechenden Antrag in die Gemeindevertretung einbrachte.

Im Fachausschuss erläuterte Dr. Hans Heuser (CDU) für die antragstellende Fraktion, es solle ein Gremium sein, das kommunalpolitisch die Interessen der älteren Menschen vertrete. Vorsitzender Ottmar Traum (SPD) erinnerte daran, dass in den 1990er Jahren der Vorschlag auch bestanden habe, das Vorhaben aber mangels Interesse nicht umgesetzt worden sei. Günter Zeuner (FW) sah keine Notwendigkeit dazu, denn die Interessen der Senioren seien bereits hinreichend vertreten. Dem schloss sich für die SPD Hannelore Rühl an. Andererseits unterstützte die Grünen-Vertreterin den CDU-Vorstoß. In der Folge entwickelte sich eine längere Diskussion darüber, welche Zusammenschlüsse von Senioren denn seither für ihresgleichen aktiv sind, wie diese entstanden sind, inwieweit sie offen für Neuzugänge sind und ob und wie eine breite Öffentlichkeit von deren Aktivitäten erfährt.

Dazu erklärte Zeuner, er habe engagierte Senioren angesprochen oder sich von Ortsvorstehern Namen nennen lassen. Aus fast allen Ortsteilen der Großgemeinde seien jetzt bis zu fünf Leute dabei, man treffe sich alle drei Monate. Der Seniorenkreis verstehe sich ausdrücklich als unpolitisch. Im Bekanntmachungsblatt Mücker Stimme gebe es eine Seite für Senioren, dort seien auch die jeweiligen Termine angegeben. Die Seite gestalte Norbert Kratz, der unter anderem für Mücke im Kreis-Seniorenbeirat agiert. Zeuner gab bekannt, aus dem beschriebenen Seniorenkreis sei unter anderem der neue Zusammenschluss »Mücker Allerlei« entstanden. Vor diesem Hintergrund seien weitere Gremien, die sich um Seniorenarbeit kümmerten, entbehrlich.

Der CDU-Antrag wurde schließlich mit den Stimmen von SPD und FW abgelehnt.

In dem Jugend- und Sozialausschuss wurde auch ein Antrag von SPD/FW zum Aufstellen von touristischen Hinweistafeln behandelt. Dazu begründete Günter Zeuner (FW) mit der Erfahrung, er erinnere sich an eine Personengruppe vor der alten Lokomotive in Groß-Eichen, die sich nicht habe erschließen können, warum dort die Lok steht. Die Ortsbeiräte sollten vorschlagen, was aus touristischer Sicht darstellungsbedürftig ist. Dr. Anneliese Brunn (CDU) regte an, die Schilder mit Hinweisen zu anderen touristischen Zielen oder gastronomischen Angeboten zu ergänzen. Die Sprecherin betonte zudem, »unsere Kleinode sind die Fachwerkkirchen«. Einstimmig wird jetzt so verfahren. Dazu ergänzte Bürgermeister Andreas Sommer, im Hinblick auf die Tourismusförderung solle der Lutherweg in die Werbung der Gemeinde aufgenommen werden.

Der Bürgermeister informierte vor dem Hintergrund, dass derzeit landesweit Bürgerbusse eingerichtet werden, dass er eher einen Ausbau des Anruf-Linien-Taxis (ALT) für sinnvoll halte. Denn ein Bürgerbus bedeute das Vorhalten der ehrenamtlichen Fahrer und könne sich auch zur Konkurrenz zum Anruf-Linien-Taxi entwickeln.

Sechs bis sieben Hektar Flächenpotenzial hat die Gemeinde in Hinblick auf Fotovoltaik.

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