18. Januar 2019, 21:32 Uhr

Ausrückzeit von zwei Minuten

18. Januar 2019, 21:32 Uhr
Vorsitzender Dieter Ruppert (l.), der ausgeschiedene stellvertretende Wehrführer Björn Dunker (M.) und Wehrführer Volker Hasenpflug. (Foto: ek)

Kirtorf (ek). Die üblichen Rechenschaftsberichte, aber insbesondere ein ganz persönlicher Rückblick von Bürgermeister Ulrich Künz auf viele Jahre der Zusammenarbeit mit der Feuerwehr prägten den Sitzungsverlauf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Ober-Gleen am Samstagabend im Gerätehaus. Vereinsvorsitzender Dieter Ruppert konnte neben den Mitgliedern und dem Bürgermeister auch den Ortsvorsteher Florian Böttner, den Stadtbrandinspektor (SBI) Heino Becker und dessen Stellvertreter Julian Schneider begrüßen.

Der Vorsitzende berichtete von einem eher ruhigen Vereinsjahr, was sich allerdings in Bezug auf Einsätze gegensätzlich dargestellt habe. Der Verein verfüge über 130 Mitglieder.

Wehrführer Volker Hasenpflug gab der Versammlung einen umfassenden Überblick über die 15 Einsätze. Neben einigen Hilfeleistungseinsätzen, darunter zum Teil sehr schwere Unfälle auf der Bundesstraße 62, waren die Einsatzkräfte auch bei einigen Bränden gefordert. Der größte Einsatz war ein Waldbrand am 22. August, der neben allen Kirtorfer Wehren auch Einsatzkräfte aus Alsfeld und Homberg beschäftigte. Gleich fünf Einsatzstellen galt es anlässlich von Sturmschäden Anfang August abzuarbeiten.

Zwölf Übungen absolviert

Neben den zum Teil sehr zeitintensiven Einsatzlagen wurden im abgelaufenen Jahr aber auch zwölf Übungen absolviert, berichtete der Wehrführer weiter. Hinzukam eine Großübung aller Kirtorfer Wehren gemeinsam mit dem DRK sowie eine Jahresabschlussübung gemeinsam mit der Einsatzabteilung aus Heimertshausen. Der Jugendfeuerwehr-Kreisentscheid wurde erstmals in Ober-Gleen ausgetragen und erforderte ebenfalls großes zeitliches Engagement.

Hasenpflug schloss seine Ausführungen mit einem Ausblick auf die anstehende Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges TSF-W. Diesbezüglich habe man sich sehr intensiv mit der Ausrüstung, mit der Beladung und Ausstattung beschäftigt, um diese den aktuellen Notwendigkeiten anpassen zu können.

Im Anschluss an den Kassenbericht und die Entlastung des Vorstandes auf Antrag der Kassenprüfer erfolgte die Neuwahl eines stellvertretenden Wehrführers. Der seitherige Amtsinhaber Björn Dunker musste das Amt aus beruflichen Gründen niederlegen. Sven König wird diese Aufgabe zukünftig wahrnehmen, so die einmütige Entscheidung.

Ausführlich blickte im weiteren Verlauf Bürgermeister Ulrich Künz auf die Zusammenarbeit mit der Wehr. Er erinnerte an gemeinsame Projekte, unter anderem an den Neubau des Feuerwehrgerätehauses und davor die nicht einfache Findung des Bauplatzes, aber auch an viele andere große und kleine Ereignisse, bei denen sich eine gute und produktive Zusammenarbeit gezeigt habe. Der scheidende Bürgermeister lobte die in Kirtorf noch ausgeprägt feststellbare Bereitschaft, sich innerhalb der Feuerwehren zu engagieren und damit eine funktionsfähige Einsatzabteilung in allen Ortsteilen sicherzustellen. Zugleich gab er sich zuversichtlich, dass auch zukünftig die erforderliche Unterstützung der Feuerwehren durch die Stadtverordnetenversammlung, durch den Magistrat und den neuen Bürgermeister erfolgen werde. Unter großem Beifall der Versammlung schloss Künz seine Ausführungen mit einem Dank für die aus seiner Sicht sehr gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren im Verlaufe seiner Amtszeit.

Einen umfassen Überblick zum Einsatzgeschehen in Kirtorf insgesamt gab Stadtbrandinspektor Heino Becker. Nach seinen Worten verfügt Kirtorf über 169 Einsatzkräfte, davon 18 Frauen. Als äußerst positiv wertete Becker den Besuch von 71 Lehrgängen durch 103 Personen, ein Wert, auf den man mit Stolz verweisen könne. Erstmals in seiner Amtszeit, so der SBI, müsse er von einer dreistelligen Einsatzanzahl berichten. 132 Einsätze forderten demzufolge im abgelaufenen Jahr die Kirtorfer Wehren, darunter 91 Hilfeleistungen. Von einem absoluten Spitzenwert berichtete der SBI in Bezug auf die durchschnittliche Ausrückzeit nach Alarmierung. Diese lag bei zwei Minuten, ein Traumwert. In der Folge listete er einige Einsätze im Detail auf. Er erinnerte an größere Verkehrsunfälle ebenso wie an Unwetterlagen, aber auch an den großen Waldbrand, den bereits der örtliche Wehrführer eingehend beleuchtet hatte. Für die Einsatzkräfte hatte der SBI großes Lob angesichts der geleisteten ehrenamtlichen Stunden. Allein knapp 4700 Einsatzstunden und weitere mehr als 4000 Stunden in der Aus- und Weiterbildung machen nach den Worten des SBI das große Engagement der Kirtorfer Einsatzkräfte deutlich.

Gemeinsam mit Wehrführer Hasenpflug beförderte der SBI Jan Hendrik Scheld, Lukas Jakobi und Tim Nicklas Ruppert zu Feuerwehrmännern.

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