Vogelsbergkreis

Blauröcke rücken 51 Mal aus

»Das Jahr 2018 war beim Thema Einsätze ein ereignisreiches Jahr«, bilanzierte Wehrführer Jens Patrick Schmitz das abgelaufene Jahr und verwies auf 52 Einsätze mit 912 ehrenamtlichen Stunden. Bei der Hauptversammlung im Schulungsraum der Feuerwehr im Innovationszentrum war zu hören, dass diese sich in 19 Brandeinsätze, 32 Hilfeleistungen und einen Brandsicherheitsdienst gliederten. Den spektakulärsten Einsatz habe es Anfang September in Ober-Seibertenrod gegeben. Beim Gasaustritt an einer Maissilage waren neben allen Stadtteilwehren die Feuerwehr Lauterbach, Notarzt, Rettungsdienst und Sanitätszug, dem ABC-Zug sowie viele Behörden des Vogelsbergkreises und Fachberater aus ganz Deutschland beteiligt. Von Seiten der Feuerwehr Ulrichstein gab es zwei Verletzte. Beiden gehe es wieder gut und sie hätten keine größeren Verletzungen davongetragen, so Schmitz. Dank sagte der Wehrführer allen Beteiligten für sehr gute Zusammenarbeit sowie den Arbeitgebern für die Freistellung bei Einsätzen, das sei nicht überall so.
13. Januar 2019, 18:56 Uhr
Dieter Graulich
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Mit signiertem Helm: Vorsitzender Arno Dietz und Wehrführer Jens Patrick Schmitz verabschieden Herbert Missikewitsch (Mitte). (Foto: au)

»Das Jahr 2018 war beim Thema Einsätze ein ereignisreiches Jahr«, bilanzierte Wehrführer Jens Patrick Schmitz das abgelaufene Jahr und verwies auf 52 Einsätze mit 912 ehrenamtlichen Stunden. Bei der Hauptversammlung im Schulungsraum der Feuerwehr im Innovationszentrum war zu hören, dass diese sich in 19 Brandeinsätze, 32 Hilfeleistungen und einen Brandsicherheitsdienst gliederten. Den spektakulärsten Einsatz habe es Anfang September in Ober-Seibertenrod gegeben. Beim Gasaustritt an einer Maissilage waren neben allen Stadtteilwehren die Feuerwehr Lauterbach, Notarzt, Rettungsdienst und Sanitätszug, dem ABC-Zug sowie viele Behörden des Vogelsbergkreises und Fachberater aus ganz Deutschland beteiligt. Von Seiten der Feuerwehr Ulrichstein gab es zwei Verletzte. Beiden gehe es wieder gut und sie hätten keine größeren Verletzungen davongetragen, so Schmitz. Dank sagte der Wehrführer allen Beteiligten für sehr gute Zusammenarbeit sowie den Arbeitgebern für die Freistellung bei Einsätzen, das sei nicht überall so.

Durch die hohe Zahl der Einsätze seien auch 2018 viele Stunden zusätzlicher Feuerwehrdienst geleistet worden und diese wurden von den Gerätewarten übernommen. Die Aufwandsentschädigung der Stadt werde durch den Feuerwehrverein etwas aufgestockt. Schmitz überreichte die Aufwandsentschädigungen an Rosemarie Schmitz, Danny Jäger, Marc André Stein, Karsten Tümmler, Martin Prössl, Johannes Lang und Frank Schäfer.

Der Übungsplan mit 17 Einheiten wurde erfüllt, lediglich der 17. Ausbildungsabend musste durch einen Realeinsatz ausfallen. Für die beste Übungsbeteiligung gab es für Johannes Lang, Frank Schäfer, Benjamin Markwort und Arno Dietz kleine Anerkennungen. Erfreut zeigte sich der Wehrführer, dass er mit Fritz Krieger, Jan Utes, Kevin Artioli und Kai Uwe Geisel vier neue Mitglieder begrüßen durfte.

Schmitz verabschiedete Herbert Missikewitsch, der seit 1972 der Ulrichsteiner Feuerwehr angehörte. Er war zunächst in der Jugendfeuerwehr und seit 1977 in der Einsatzabteilung im Dienst. Aufgrund der aktiven Zeit sei er bereits 1998 mit dem silbernen und 2012 mit dem goldenen Brandschutzehrenzeichen am Bande ausgezeichnet worden. Neben einem Präsent erhielt Missikewitsch seinen Einsatzhelm mit der Unterschrift der Einsatzkräfte seines Fahrzeuges. In seinem Ausblick für dieses Jahr wies Schmitz auf verschiedene Lehrgänge hin und bat um zahlreiche Teilnahme.

Vorsitzender Arno Dietz, der die Hauptversammlung leitete, erinnerte in seinem Bericht an die Höhepunkte der Vereinsarbeit 2018. Darunter waren das 50-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr, Brandschutzerziehung mit dem Kindergarten und die Teilnahme an der Aktion »Saubere Landschaft«. Eine Werbeaktion bei der 34 Jugendliche angeschrieben wurden, habe eine ernüchternde Resonanz gehabt, denn nur ein Einziger sei gekommen.

Besonderen Dank sagte er dem Ehrenstadtbrandinspektor Karl-Friedrich Stein, der im vergangenen Jahr das Protokollbuch von 1924 bis 1978 aus der deutschen Schrift wörtlich übertragen hat. Dadurch können die Aufzeichnungen auch heute noch von jüngeren Menschen gelesen werden. Interessante Anekdoten seien dabei zu Vorschein gekommen. So konnte nur ein kalter Wasserstrahl die Streithähne bei einer Schlägerei am Jakobimarkt im Jahre 1929 auseinanderbringen. Karl-Friedrich Stein meinte bei der Übergabe der Protokollbücher an Arno Dietz: »Es war zwar viel Arbeit, aber es hat Spaß gemacht und ich habe dabei viel über die Ulrichsteiner Feuerwehr erfahren«.

Aus der Frauengruppe berichtete Rosemarie Schmitz, dass von den zehn Einsatzkräften drei aus der Großgemeinde kommen. Bei Übungen und Einsätzen seien die Frauen immer dabei gewesen.

Für den verhinderten Jugendfeuerwehrwart Johannes Lang teilte Vorsitzender Dietz mit, dass aktuell 20 Mitglieder aus den Ortsteilen Kölzenhain, Feldkrücken, Rebgeshain, Helpershain und Ulrichstein zusammen übten. Sie absolvierten 29 Übungen und Veranstaltungen. Höhepunkt bildete das 50-jährige Jubiläum der Gruppe Ulrichstein.

Stadtbrandinspektor Andreas Hädicke und Stadtrat Joachim Erbes wiesen in ihren Grußworten auf die Bedeutung der Feuerwehren in den Stadtteilen hin. Dabei riefen sie dazu auf, Mitglied in den Vereinen zu werden. Zu den Anschaffungen für 2019 war zu hören, dass das Staffellöschfahrzeug (StLF 20) europaweit ausgeschrieben wurde. Der Auftrag wurde vergeben und das Fahrzeug soll Ende des Jahres fertig sein. Im Frühjahr soll die Auslieferung des TSF-W Bobenhausen erfolgen.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/vogelsbergkreis/art74,539083

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