Vogelsbergkreis

Berufung und Herausforderung

Drei Lektorinnen und drei Lektoren führten Propst Matthias Schmidt, Dekan Dr. Jürgen Sauer und Pfarrer Thomas Harsch in der evangelischen Michaeliskirche in ihr Amt im Dekanat Vogelsberg ein. Die kleine Kirche, in der die sechs ehrenamtlichen Prediger unter der Leitung von Pfarrer Harsch einen großen Teil ihrer Ausbildung absolviert hatten, war gut gefüllt. Freunde und Familienmitglieder, Gemeindeglieder und Pfarrer, die als Mentoren gewirkt hatten, waren zugegen.
08. Januar 2019, 21:41 Uhr
Redaktion
Feierlicher Moment: Propst Matthias Schmidt, Pfarrer Thomas Harsch und Dekan Dr. Jürgen Sauer (hinten, v. l.) führen Tanja Fröhlich, Gernold Roth, Carmen Heipel, Joachim Well, Jürgen Greb und Simone Harres (vorn, v. l.) in ihr Amt ein.	(Foto: pm)
Feierlicher Moment: Propst Matthias Schmidt, Pfarrer Thomas Harsch und Dekan Dr. Jürgen Sauer (hinten, v. l.) führen Tanja Fröhlich, Gernold Roth, Carmen Heipel, Joachim Well, Jürgen Greb und Simone Harres (vorn, v. l.) in ihr Amt ein. (Foto: pm)

Drei Lektorinnen und drei Lektoren führten Propst Matthias Schmidt, Dekan Dr. Jürgen Sauer und Pfarrer Thomas Harsch in der evangelischen Michaeliskirche in ihr Amt im Dekanat Vogelsberg ein. Die kleine Kirche, in der die sechs ehrenamtlichen Prediger unter der Leitung von Pfarrer Harsch einen großen Teil ihrer Ausbildung absolviert hatten, war gut gefüllt. Freunde und Familienmitglieder, Gemeindeglieder und Pfarrer, die als Mentoren gewirkt hatten, waren zugegen.

Auch Präses Sylvia Bräuning war nach Ehringshausen gekommen, ebenso Petra Herfel-Stürz vom Förderverein für Lektoren- und Prädikantenarbeit. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Dekanatskirchenmusikerin Christine Geitl.

Erinnerung an Hanns Dieter Hüsch

Nach der Begrüßung durch Pfarrer Harsch stellten Joachim Well, Jürgen Greb und Simone Harres Inhalte und Hergang ihrer Ausbildung vor. Sie berichteten von zehn Treffen in 15 Monaten, in denen sie von der Selbstvergewisserung über liturgische und theologische Inhalte bis hin zu vielen praktischen Handreichungen viele Erkenntnisse gewannen und sich als »gut arbeitende Gruppe, die fest im Glauben steht« behaupteten. Stimme, Sprechen und Lesen im Kirchenraum gehörten zu den Lerninhalten, aber auch die Psalmen im Gottesdienst und der Gottesdienst im Kirchenjahr. Ihre Mentoren gaben den Kursteilnehmern die Möglichkeit, gemeinsam Gottesdienste vorzubereiten und am Ende selbstständig zu halten. Die Pfarrer hatten viele Tipps für die angehenden Lektoren, von denen diese begeistert berichteten.

Diese Begeisterung war es auch, die Propst Matthias Schmidt wahrgenommen hatte, als er zum Vorbereitungsgespräch kam. Die Begeisterung war es auch, über die er in seiner Predigt zur Amtseinführung sprach. Ausdrücklich dankte er den Kursteilnehmern für ihre Leidenschaft und ihre Freude, für ihr Engagement und die Zeit, die sie in eine lange, intensive Ausbildung gesteckt hatten.

In seiner Predigt folgte der Propst den Gedanken des Kabarettisten und Schriftstellers Hanns Dieter Hüsch. Dieser habe einst als Prädikant in den ihm eigenen Segenswünschen mit Leichtigkeit über Gott gesprochen, ohne ihn kleinzureden. Schmidt riet den Laienpredigern zu Respekt vor Gottesdienstbesuchern. »Nicht Herren über den Glauben sind die Prediger, sondern Helfer zur Freude, wie Paulus es gesagt hat«, gab der Propst den Lektoren mit auf den Weg. Er riet ihnen, die Grenzen der eigenen Worte anzuerkennen. Pfarrer Harsch sagte, die sechs Kursabsolventen seien sehr gut auf ihr Amt vorbereitet. Von ihrer persönlichen Motivation und ihren Erfahrungen während der Ausbildung sprachen die angehenden Lektoren. Hier lag die Betonung auf dem wertschätzenden Umgang und den entstandenen Freundschaften sowie auf der Erweiterung des persönlichen Horizontes. Schon im Vorfeld des Gottesdienstes hatten sie angegeben, Positives im Leben zurückgeben und das Wort Gottes weitersagen zu wollen. Propst Schmidt, Dekan Sauer und Pfarrer Harsch führten Tanja Fröhlich, Jürgen Greb, Simone Harres, Carmen Heipel, Gernold Roth und Joachim Well in ihr Amt ein. Die Lektoren dankten ihrem Ausbilder, ihren Mentoren und Familien. Besonderes Lob wurde Pfarrer Harsch zuteil. Er sei »der beste Ausbilder, den man sich wünschen kann«. »Es war eine ganz besondere Zeit«, so Carmen Heipel. Petra Herfel-Stürz sagte den ehrenamtlichen Predigern die Unterstützung ihres Vereins zu.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/vogelsbergkreis/art74,537207

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