30. Dezember 2018, 18:23 Uhr

Retter des Wunschzettel-Sackes

30. Dezember 2018, 18:23 Uhr
Die Kinder unterstützen Kasperle und das Engelchen »Goldstaub« beim Kampf gegen den Räuber »Rübennase«, hier mit Puppenspielerin Annette Ellinghaus-Balasa. (Foto: eva)

Gemünden-Nieder-Gemünden (eva). Zum Abschluss des Kindergartenjahres spendierte der Förderverein der Gemündener Kindertagestätte »Siebenstein« den Kindern noch eine auf alle Altersgruppen zugeschnittene Vorstellung des Frankfurter TriTra-Puppentheaters mit Inhaberin Annette Ellinghaus-Balasa. Schon bei der Anfang November erfolgten Überreichung einer umfangreichen Spielzeugspende (Wert 1500 Euro) anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Kindergarten-Fördervereins hatte Vorsitzende Laureen Richardt die Finanzierung des Puppentheaters zum Jahresabschluss angekündigt.

Die Kinder waren schon beim Anblick der Theaterkulisse ganz aufgeregt und wurden auch nicht enttäuscht. Voller Begeisterung verfolgten sie die Darbietung des Stücks »Der neugierige Weihnachtsengel Goldstaub« und fieberten mit.

Zum Inhalt des Stücks: Der Weihnachtsmann hatte in diesem Jahr das neugierige Engelchen »Goldstaub« aus der Himmelswerkstatt mit auf die Erde gebracht. Der Engel durfte dem Weihnachtsmann beim Einsammeln der Wunschzettel helfen, musste aber aufpassen, dass er nicht gesehen wird. Aber als der Sack mit den Wunschzetteln prall gefüllt war und der Engel in die Himmelswerkstatt fliegen sollte, war er doch zu neugierig, was sich wohl die Kinder in diesem Jahr zu Weihnachten wünschen.

Aufmerksame Kinder

Also schaute er nach und entdeckte einen Wunsch der Prinzessin Rosalie, den er gerne selbst erfüllen wollte. Doch da er nicht gesehen werden durfte, bat er die Kinder, ihm dabei zu helfen. Doch leider treibt auch der Räuber »Rübennase« sein Unwesen und klaut in einem unbeobachteten Moment den Sack mit den Wunschzetteln.

Da war der Engel verzweifelt und guter Rat teuer. Doch zum Glück konnten ihm die Kinder und natürlich Kasperle mit Unterstützung der Tiere im Zauberwald helfen, den Räuber zu überlisten.

Denn natürlich stand Kasperl wie immer für die Ideale von Anstand und Gerechtigkeit, während das Verwerfliche vom bösen Räuber dargestellt wurde. Also auch dieses Mal: Ende gut, alles gut. Die Wünsche waren wieder in den richtigen Händen und Weihnachten damit gerettet.

»Es war eine wundervolle Vorstellung. Wir haben die Kinder schon lange nicht mehr so aufmerksam erlebt«, erzählte Erzieherin Nicole Schlosser danach. Die Inszenierung mit Einbeziehen der Kinder in die Geschichte faszinierte Jung und Alt gleichermaßen. Unter den Zuschauern waren auch die Fördervereinsvorsitzende Laureen Richardt und Bürgermeister Lothar Bott, der große Freude am Puppentheater hatte und meinte, das sei sein erster besinnlicher Moment in der Adventszeit. Mitmachen war während der ganzen Vorstellung angesagt. Denn wie Annette Ellinghaus-Balasa erläuterte, wird bei der Ausarbeitung der Stücke bewusst Spielraum für eine auf die Stimmung und Reaktion der Kinder zugeschnittene Gestaltung der Szenen gelassen. Ziel jeder Darbietung sei es, die Kinder zum Einbringen von eigenen Ideen und Lösungsvorschlägen anzuregen und dabei auf den »erhobenen Zeigefinger« zu verzichten.

Das Ensemble der Puppenbühne besteht aus original, liebevoll verzierten Handpuppen sowie vielen Tierpuppen, die alle durch ihren eigenen Charakter zum Unikat werden. Gerade mit den Tierpuppen können sich die kleinen Zuschauer schnell identifizieren, weil sie Verständnis für das Verhalten der Kinder und für ihre kindlichen Bedürfnisse aufbringen. Die Stücke des Puppentheaters sind gewaltfrei und haben den Anspruch, alltägliche Themen, wie beispielsweise Ernährung, Umwelt, Bewegung, Respekt, Umgang mit Wut und Aggression, mit lustigen spannenden und kindgerecht aufbereiteten Geschichten zu verbinden.

Nach der Aufführung durften sich die Kinder von den Puppenfiguren verabschieden und auch die Kulisse näher in Augenschein nehmen.

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