23. Dezember 2018, 22:15 Uhr

Diskussion war vorhersehbar

23. Dezember 2018, 22:15 Uhr
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Aus der Redaktion
In der Friedrichstraße favorisieren die Grünen eine seniorengerechte Einrichtung und wenden sich gegen ein Beschneiden des Kindergartrenangebotes (r.). (Foto: rs)

Homberg (pm). Am Projekt Bebauung der Friederichstraße zeigt sich nach Auffassung der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Stadtverordnetenversammlung »wiederholt, dass die intransparente Geheimpolitik der Bürgermeisterin in erster Linie zu Unsicherheiten und Verdruss bei allen Beteiligten führt und der Stadt schadet«, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Homberger Grünen kritisieren scharf, dass die Schottener Sozialen Dienste im Vorfeld der nicht-öffentlichen Informationsveranstaltung im Brauhaus seitens der Bürgermeisterin Claudia Blum offensichtlich über den Bürgerentscheid und die bereits vorliegenden Planungen für barrierefreie und seniorengerechte Wohnungen in der Friedrichstraße im Unklaren gelassen worden seien. »Da wiederum dort die politischen Gremien von den neuen Plänen der Bürgermeisterin selbst überrascht wurden, war eine politische Diskussion absolut vorhersehbar«. Dass dieses Vorgehen sowohl zur Verunsicherung der Schottener Sozialen Dienste führen würde als auch zum Widerstand in den politischen Gremien, hätte man sich denken können, meinen die Homberger Grünen.

Auch die Öffentlichkeit werde an diesen Überlegungen nicht beteiligt, obwohl gerade sie als Souverän eines Bürgerentscheides in allererster Linie über Planungen informiert werden sollte, heißt es in der Mitteilungder Grünen. Die Missachtung des Informationsrechts der Bürger und der Gremien durch die Bürgermeisterin habe diese Verunsicherung auf allen Seiten zur Folge. Offen bleibe auch weiter die Rolle der Ideenwelt Gesundheitsmarkt und deren Absichten neben der Kooperation mit den Schottener Sozialen Diensten am Standort Friedrichstraße.

»Wir können die Kritik der Schottener Sozialen Dienste an der Tatsache sehr gut nachvollziehen, dass Diskussionen über sie statt mit ihnen geführt werden. Wir kritisieren ja schon lange das Defizit an transparenten Diskussionen in der Homberger Politik«, betont die Grünen-Fraktion in der Pressemitteilung. »Wir hoffen daher nun, dass die Bürgermeisterin endlich die Karten auf den Tisch legt und ihre Geheimhaltungsstrategien aufgibt. Oder soll der Bürgerwille vielleicht gezielt missachtet werden? «

Der Standort Friedrichstraße ist aus Sicht der Grünen für seniorengerechtes und barrierefreies Wohnen für alle Generationen geeignet. Die Umnutzung des ehemaligen Berufsschulgebäudes zusammen mit einer moderaten baulichen Erweiterung für barrierefreies Wohnen, eventuell ergänzt durch ein Café oder ein kleines Restaurant, ohne Inanspruchnahme weiterer großer Freiflächen des Kindergartengeländes sei eine sinnvolle Möglichkeit, um die bereits jetzt schon bestehende Nachfrage nach entsprechenden Wohnungen städtebaulich verträglich umzusetzen und damit auch eine Belebung der Innenstadt zu bewirken. Darüber hinaus gehende Nutzungen mit weiteren Großbauten wären an dieser Stelle städtebaulich überdimensioniert, meinen die Grünen. Insbesondere sprechen sich die Grünen für den Erhalt des Grüngürtels und darin des in Homberg einzigartigen Spielplatzes am Kindergarten aus: als grüne Freizeit- und Erholungszone für alle Generationen in dem neu entstehenden Mehrgenerationen-Quartier.



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