21. Dezember 2018, 21:05 Uhr

Finanzspritze für Omena-Brücke

21. Dezember 2018, 21:05 Uhr
Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak (M.) überreicht im Beisein von Matthias Sebald (l.) Kirtorfs Bürgermeister Ulrich Künz einen Bewilligungsbescheid von fast 310 000 Euro.

Kirtorf (pm). Auf einem guten Weg werden demnächst die Kirtrofer sein, wenn es um die Anbindung der »Kirtorfer Höfe« und des geplanten Medizinischen Zentrums an den nahe gelegenen Einkaufsmarkt geht: Über die »Omena« soll eine Brücke gebaut werden. Mehr als eine halbe Million Euro wird das Bauwerk kosten, fast 310 000 Euro aber gibt es aus Mitteln der Dorferneuerung. Einen entsprechenden Förderbescheid konnte Bürgermeister Ulrich Künz im Lauterbacher Landratsamt aus den Händen des Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Jens Mischak entgegennehmen. Der lobte in diesem Zusammenhang die »städtebaulich sehr interessante Entwicklung, die in Kirtorf angestoßen wurde«.

Zum Hintergrund: Kirtorf wurde 2013 als gesamtkommunaler Schwerpunkt der Dorfentwicklung anerkannt, dieses Programm läuft noch bis 2022. Die Schwerpunkte der Dorfentwicklung aus kommunaler Sicht liegen zum einen in der Schaffung von Gemeinschaftseinrichtungen und Treffpunkten für alle Generationen, zum anderen in der umfassenden Neuordnung des Rathausumfeldes.

»Es gibt eine starke Säule der Privatförderung in Kirtorf«, erklärte Matthias Sebald, in der Kreisverwaltung zuständig für die Dorf- und Regionalentwicklung. So seien bislang 65 private Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von 4,7 Millionen Euro bewilligt beziehungsweise ausgezahlt worden.

»Der ursprünglich zugesagte Finanzrahmen für kommunale Vorhaben lag bei einer Million Euro und ist bereits nahezu vollständig ausgeschöpft«, ergänzte Dr. Mischak und wies vor allem auf die »herausragende Bedeutung« der städtebaulichen Neuordnung in der Kernstadt hin.

»Um eine zielgerichtete und nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen, wurde vom Land das Instrument ›Strategische Sanierungsbereiche der Dorfentwicklung‹ entwickelt«, führte Mischak aus. Und weiter: »Ein Teilbereich der Kernstadt wurde im Juli als erster ›Strategischer Sanierungsbereich‹ der Dorfentwicklung in Hessen überhaupt anerkannt. Kirtorf erhält damit zusätzliche Mittel für Ankauf und Rückbau sowie Planungen und Freiflächengestaltung beziehungsweise Erschließungsmaßnahmen. Zudem erhalten zwei private Vorhabenträger eine höhere Förderpriorität und einen höheren Förderhöchstbetrag.«

12,1 Millionen Euro Investitionen

»Die Neubauten für das Medizinische Zentrum werden nicht im Rahmen der Dorfentwicklung gefördert«, erklärte Bürgermeister Künz, der die Investitionsvolumen im Zusammenhang mit dem »Strategischen Sanierungsbereich« auf rund 12,1 Millionen Euro bezifferte. Der kommunale Teil liege bei etwa 1,7 Millionen Euro. Die zusätzlich bereitgestellten, projektbezogenen Mittel aus der Dorfentwicklung für die Kommune lägen bei 878 000 Euro und für private Vorhaben bei 187 000 Euro. Die zusätzlichen Mittel würden unter anderem im Rahmen der Landesinitiative »Heimat Hessen – Land hat Zukunft« bereitgestellt.

Als weitere kommunale Vorhaben stehen 2019 die Erschließung und die Freiflächengestaltung des öffentlichen Raumes im Umfeld des Medizinischen Zentrums zur Förderung an. (Foto: pm)

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