04. Dezember 2018, 05:00 Uhr

DRK-Aktive

Schon 1963 in Florenz geholfen

Sie helfen im Kleinen wie im Großen, im In- und Ausland: DRK-Aktive aus dem Vogelsbergkreis erhalten für jahrzehntelangen Einsatz jetzt erstmals Anerkennungsprämien des Landes.
04. Dezember 2018, 05:00 Uhr
Anerkennungsprämien erhalten Rotkreuzhelfer, die teilweise seit über 50 Jahren im In- und Ausland bei Hilfseinsätzen dabei sind. (Foto: pwr)

Erstmals im Kreis wurden am Freitag mehrere Anerkennungsprämien des Landes an Rotkreuzhelfer verliehen. Insgesamt 23 im Katastrophenschutz engagierte Frauen und Männer erhielten die Prämie persönlich aus den Händen von Landrat Manfred Görig (SPD) verliehen. »Das DRK ist immer zur Stelle, wenn Not am Menschen ist«, so Görig. Er erinnerte unter anderem an die Hilfe der Katastrophenschutzeinheiten im Rahmen der Flüchtlingssituation. »Die Anzahl der Prämien zeigt das Engagement des Deutschen Roten Kreuzes im Katastrophenschutz«, sagte Görig.

DRK-Kreisverbandsvorsitzender Hans Ulrich Lipphardt sprach von langen Verdiensten der Rotkreuzhelfer im Katastrophenschutz des Landes Hessen. Er hob die Beständigkeit des Engagements und die Selbstlosigkeit der Prämierten hervor. »Es ist gut, dass das Land Hessen die Anerkennungsprämien für herausragendes ehrenamtliches Engagement im Katastrophenschutz per Erlass rückwirkend erhöht hat«, meinte Lipphardt. DRK-Kreisbereitschaftsleiter Ulf Immo Bovensmann machte dazu deutlich: »Das sind alles Helfer, die lange für das Rote Kreuz unterwegs waren«. Aus seiner Sicht ist das Ehrenamt für die Zukunftsaufgaben im Katastrophenschutz unerlässlich.

Trinkwasserversorgung aufgebaut

Mit Blick auf die Vergangenheit berichteten die Geehrten von einigen Hilfseinsätzen, an denen sie beteiligt waren. So beispielsweise Rudi Geißler, der für 57 Jahre ausgezeichnet wurde. Er half beispielsweise schon 1963 bei einem Katastrophenschutzeinsatz im italienischen Florenz mit. Damals war der Fluss Arno über die Ufer getreten und überflutete die Innenstadt, die Rotkreuzhelfer sorgten für den Aufbau einer Trinkwasserversorgung mit Filtern. Der für 30 Jahre geehrte Frank Schäffer erinnerte sich an das Jahrhunderthochwasser 2002 an der Mulde zurück, bei dem die Rotkreuzhelfer mit einfachsten Hilfsmitteln agierten. Weitere Einsätze, an die sich die geehrten Rotkreuzhelfer erinnerten, war die Versorgung von Flüchtlingen aus der Prager Botschaft um 1988, die Hessentage seit 1961 sowie die Hilfen bei Flutkatastrophen wie in Passau und Deggendorf.

Prämiensumme über 10 000 Euro

Für mehr als 40 Jahre Engagement wurden Helmut Schneider, Heidrun Ott, Dr. Robert Ruckelshausen, Rudi Geißler, Elke Schneider, Helmut Reitz, Bernd Schulz, Klaus Jäger, Manfred Hasemann, Dr. Dieter Ladwig, Margot Kraft, Walter Pohl, Charlotte Pohl, Veit-Hans Borgmann und Wilhelm Spamer prämiert. Weitere Prämien erhielten Frank Schäffer, Herbert Dörr, Holger Zinkler (alle 30 Jahre), Birgit Sprankel, Timo Buchner (beide 20 Jahre), Klaus-Peter Schmidt, Sabrina Freitag und Christian Stock (alle zehn Jahre). Die Verleihung der Prämien mit einer Summe von über 10 000 Euro war Bestandteil des Programms der jährlichen Weihnachtsfeier des DRK-Kreisverbandes, die in diesem Jahr unter der Regie von Frank Schäffer im DRK-Heim Atzenhain stattfand. Wie die Plätzchen gehörte in diesem Jahr auch ein Gedichtvortrag von Margot Buchner dazu. Im Rahmen der Veranstaltung informierte Landrat Görig, dass ab dem 1. Januar 2019 ein neues Amt für die Gefahrenabwehr in der Kreisverwaltung eingerichtet wird. Wie Görig sagte, sei dies ein wichtiger Schritt für die Sicherheit der Bevölkerung. Er hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gefahrenabwehr hervor. »Ohne Ehrenamtliche geht es nicht«, unterstrich Görig.

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