02. Dezember 2018, 18:32 Uhr

Wenn der angebliche Enkel anruft

02. Dezember 2018, 18:32 Uhr
Wolfgang Keller

Die Mücker Senioreninitiative begrüßte vor wenigen Tagen zahlreiche Bürger im DGH zu einem interessanten Nachmittag. Günter Zeuner begrüßte die Betreuungsbeamten der Polizei für Mücke, Andrea Jöckel und Heiko Emmerich. Hauptreferent Wolfgang Keller, stellte die Aktion »Senioren auf Zack« vor.« Er ging anhand vieler Beispiele auf die Tricks von Betrügern ein. Der sogenannte Enkeltrick ist besonders hinterhältig und kann gravierende Folgen für Betroffene haben. »Fallen Sie darauf herein, können Sie viel Geld verlieren – unter Umständen Ihre Lebensersparnisse,« so Keller.

Mit den Worten »Rate mal, wer hier spricht« oder ähnlichen Formulierungen melden sich die Betrüger per Telefon, geben sich als Verwandte, Enkel oder gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld.

Sobald man sich bereit erklärt zu zahlen, kündigen die Täter einen Boten an, der sie aufsucht, sich mit einem vereinbarten Kennwort ausweist und das Geld abholt. Auf diese und ähnliche Weise haben Enkeltrickbetrüger in der Vergangenheit Beträge im fünfstelligen Eurobereich erbeutet.

Die Empfehlungen lauten: Misstrauisch sein, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt oder als Bekannter oder Verwandter ausgibt, den man als solchen nicht erkennt. Einfach den Hörer auflegen, sobald der Gesprächspartner Geld fordert. Niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben. Was sollte man noch tun? Die Polizei informieren: 110. Auch an die Polizei wenden, wenn man bereits Opfer geworden ist und Anzeige erstatten. Betrüger sind aber so dreist, dass sie sich auch als Polizeibeamte ausgeben. Die Anrufer teilendann mit, bei einer Durchsuchung seien Hinweise aufgetaucht, dass im Haus eingebrochen werden soll. Die Opfer werden aufgefordert, Bargeld sowie Schmuck und sonstige Wertsachen zusammenzutragen. Danach kämen Polizisten, um die Sachen abzuholen und in Sicherheit zu bringen. Die Täter verwenden bei den Anrufen die Namen von existierenden Polizisen der regionalen Dienststellen. Manchmal erscheint auf dem Telefon-Display des Opfers die »110«, welche einen Anruf durch die echte Polizei signalisieren soll.

Genauso bekannt das sogenannte Gewinnversprechen. Telefonisch wird ein hoher Geldgewinn bekannt gegeben. Es erfolgen weitere Anrufe, um die Übergabe des »Geldkoffers« vor Ort abzustimmen. Dabei wird Seriosität vorgespielt. Bei Rückfragen durch das Opfer wird die Durchgabe der Geldkartennummern oder auch die Überweisung als Voraussetzung für eine Gewinnauszahlung mitgeteilt. Das Geld ist dann mit der Überweisungen verloren.

Gemeindebrandinspektor Martin Schlosser bestritt den zweiten Teil des Nachmittags. Die weitere Information seitens der Feuerwehr übernahm Jürgen Mühlenbeck von der Merlauer Feuerwehr. Im Vordergrund standen Dinge, die zu Bränden im Haushalt führen können oder diese verstärken. Beispielhaft sah man sich einige Haushaltsmittel, die Gefahrstoffe enthalten, die beim Brand die Gefahr der Rauchvergiftungen verstärken.

Vorsicht bei Kaminöfen

Immer wieder wird auf die Bedeutung von Rauchmeldern hingewiesen. Wenn man diese nicht selbst hört, hören vielleicht Nachbarn die Signale und können Hilfe holen. Möglichst nur Qualitätsmelder kaufen. Ebenso kann man mehrere Rauchmelder im Haus vernetzen. Wichtig ist, dass die Funktionsfähigkeit regelmäßig überprüft wird. Welcher Feuerlöscher ist der richtige? Schaum, Pulver oder Wasserlöscher? Was bedeuten die Brandklassen auf den Löschern? Auf all diese Fragen gab der Feuerwehrmann Auskunft.

Da Feuerlöscher teilweise recht schwer sind, muss über den richtigen Standort nachgedacht werden. In der kühlen und kalten Jahreszeit werden wieder öfter Kaminöfen in Betrieb genommen. In diesem Zusammenhang wurde gezeigt, was passiert, wenn Dunstabzugshaube und Kaminofen gleichzeitig im Betrieb sind. Auch hier besteht eine hohe Vergiftungsgefahr. (Foto: sf)

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