21. Oktober 2010, 19:44 Uhr

Nur Stammzellspende kann Bianka retten

Schlitz (pm). Die 35-jährige Bianka aus Schlitz ist an Knochenmarkkrebs erkrankt. Ihr ganzes Leben ist von dieser schweren Erkrankung bestimmt. Jetzt kann nur noch eine Stammzellspende ihr Leben retten. Um Bianka und anderen Patienten zu helfen, veranstaltet die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gemeinsam mit der Familie und den Freunden von Bianka am Samstag, 30. Oktober, eine große Typisierungsaktion.
21. Oktober 2010, 19:44 Uhr
Bianka mit ihren Sprösslingen. Kurz nach der Geburt ihres Sohnes in diesem Jahr wurde die Krankheit entdeckt. (Foto: pm)

Schlitz (pm). Die 35-jährige Bianka aus Schlitz ist an Knochenmarkkrebs erkrankt. Ihr ganzes Leben ist von dieser schweren Erkrankung bestimmt. Jetzt kann nur noch eine Stammzellspende ihr Leben retten.

Um Bianka und anderen Patienten zu helfen, veranstaltet die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gemeinsam mit der Familie und den Freunden von Bianka am Samstag, 30. Oktober, eine große Typisierungsaktion. In diesem Januar kam Biankas kleiner Sohn zur Welt. Das Herumtragen und das Herausnehmen aus dem Bettchen führten zu Rückenschmerzen, die immer schlimmer wurden. Als ihr Hals dann auch noch versteifte, suchte sie ihren Hausarzt auf. Weder Spritzen noch Massagen konnten ihr helfen. Mit Verdacht auf Rheuma wurde sie ins Krankenhaus überwiesen, wo zunächst Weichteilrheumatismus diagnostiziert wurde.

Da ihre Schmerzen immer unerträglicher wurden, bekam sie Morphiumtabletten. Weitere Untersuchungen folgten. Nach Röntgen und Beckenstanze stand fest, das sie an Knochenmarkkrebs leidet. Diese Diagnose hat ihr Leben von einer auf die andere Sekunde verändert. Sie begab sich zur weiteren Behandlung in die Uni-Klinik Würzburg. Über den 1. Mai bekam sie ihre erste Chemotherapie, die über vier Tage ging.

Drei weitere Zyklen, im Abstand von vier Wochen folgten. Da ihre Knochen bruchgefährdet sind und sie nicht mehr als ein Kilo nicht heben darf, ist sie jetzt auf eine Haushaltshilfe, aber natürlich vor allem auf ihre Familie angewiesen, die sich rührend um sie kümmert. Leider hat die letzte Chemo nicht gewirkt und ihre Blutwerte sind wieder schlechter geworden.

Seit Wochen gibt es rund um die geplante Aktion Vorträge und Benefizveranstaltungen, um die Aktion zu finanzieren und um auf die Notwendigkeit, sich typisieren zu lassen, aufmerksam zu machen. Ganz Schlitz hält zusammen und zeigt sich solidarisch, will Bianka helfen. Auch die beiden Schirmherren unterstützen die Aktion tatkräftig: »Als ich von der DKMS gefragt wurde, ob ich die Schirmherrschaft für die Typisierungsaktion übernehmen würde, habe ich keine Sekunde gezögert. In meiner Vergangenheit als Bürgermeister habe ich immer wieder erfahren, wie wichtig es ist, füreinander einzustehen. Nicht nur mit Worten. Nicht nur mit gut gemeinten Ratschlägen. Wenn einer stürzt, braucht er die helfende Hand. Für Bianka kann diese helfende Hand ein passender Stammzellspender sein - ohne den sie keine Überlebenschance hätte«, so der Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer. Und der Stadtrat Norbert Schäfer fügt hinzu: »Ich kenne Bianka von Kindesbeinen an. Ihr Elternhaus und mein Haus stehen in der gleichen Straße. In der Schule durfte ich Bianka unterrichten und auch ihren Ehemann kenne ich seit vielen Jahren sehr gut. Ich begleite Bianka schon ein ganzes Leben lang, unser Kontakt ist nie abgerissen. Ich wünsche mir von Herzen, dass diese Aktion erfolgreich sein wird, damit Bianka wieder gesund wird. Und, dass möchte ich ausdrücklich betonen: Ich bin stolz auf meine engagierten Bürger, die alles dafür tun, möglichst viele potenzielle Stammzellspender zu finden. Ein solcher Einsatz ist nicht selbstverständlich und verdient höchsten Respekt. Also - bitte zögern Sie nicht und kommen Sie zur Veranstaltung am 30. Oktober ins Bürgerhaus Schlitz. Vielleicht sind gerade Sie es, der Bianka oder einem anderen Patienten das Leben retten kann.«

Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werden dem Spender fünf Milliliter Blut abgenommen, welches dann auf seine Gewebemerkmale untersucht wird. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion typisieren ließen, brauchen nicht erneut an der Registrierung teilnehmen. Ihre Daten stehen weiter für alle Patienten zur Verfügung. Die Registrierung und Typisierung eines Spenders kostet die DKMS 50 Euro. Als gemeinnützige Gesellschaft ist die DKMS bei der Spenderneugewinnung allein auf Geldspenden angewiesen. Um die geplante Aktion durchführen zu können, werde auch finanzielle Unterstützung benötigt: DKMS Spendenkonto bei der Sparkasse Oberhessen, Konto 27072720, BLZ 518 500. Weitere Informationen gibt es auch auf im Internet unter der Adresse <%LINK auto="true" href="http://www.dkms.de" text="www.dkms.de" class="more"%>

Die Aktion findet am Samstag, 30. Oktober, von 10 bis 16 Uhr im Bürgerhaus Schlitz in der Jahnstraße 1 statt. Mitmachen kann jeder zwischen 17 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist.

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