30. November 2018, 21:14 Uhr

Viele Schafe und ein Apfelsherry

30. November 2018, 21:14 Uhr

Mücke (pm). Die Jahresfahrt des Obst- und Gartenbauvereins Nieder-Ohmen führte in die Rhön, es ging um den Themenbereich »Moor, Obst und Schafe«. Der Verein fuhr gemeinsam mit der Nabu-Ortsgruppe Wettsaasen. Über Fulda ging es zunächst in das Rote Moor in der Hohen Rhön. Örtliche Mitglieder des NABU luden zu einer geführten Wanderung durch das Moor ein. Durch Entwässerung und Torfabbau hat sich das Moor stark verändert, überall findet sich mittlerweile ein Baumbestand aus Birken. Das für ein Moor so wichtige Torfmoos findet sich noch an vielen lichten und nassen Stellen am Boden. Ein Besuch des Informationszentrums rundete den Besuch ab. Auch wenn dort das Präparat eines Birkhuhnes zu sehen war – einst die Charakterart unserer offenen Moore – im Roten Moor gibt es bereits seit Jahren keine dieser schönen Vögel mehr.

Weiter ging es in die Ortschaft Seiferts und in die bekannte Apfelweingaststätte Krenzer. Dort bestand die Möglichkeit, heimische Obstprodukte (unter anderem Apfelsherry) zu probieren und die umfangreichen Streuobstbestände zu besichtigen. Am Nachmittag besuchten die Obst- und Gartenbauer noch die Schäferei Kolb in Oberelsbach-Ginolfs, ein Betrieb, der lokale Schafprodukte vertreibt. Der Besitzer führte persönlich durch den Betrieb und erläuterte die Bedeutung der Schafbeweidung für die Pflege der ausgedehnten Grünlandflächen in der Rhön, dem Land der »offenen Ferne«.

Und die Bilanz der Fahrt? Wer die Bedeutung des Lebensraumes Moor für viele hochspezialisierte und bedrohte Arten erkannt hat, sollte zum europaweiten Schutz der letzten Moore auf den Kauf von torfhaltigen Produkten verzichten. Denn noch immer importiert Deutschland jährlich große Mengen Torf aus Osteuropa und fördert so den Raubbau an den letzten großen Mooren.

Darüber hinaus kann zur Förderung heimischer Betriebe gelegentlich auf den Einkauf im Supermarkt verzichtet und stattdessen dem örtlichen Produzent von Obst, Säften oder Fleisch aus eigener Produktion der Vorzug gegeben werden. Das sichert Arbeitsplätze im Vogelsberg und trägt zum Erhalt der Kulturlandschaft bei.

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