27. November 2018, 21:18 Uhr

G 5-Ausbau muss lückenlos sein

27. November 2018, 21:18 Uhr

Vogelsbergkreis (pm). In der Diskussion um schnelles Internet kritisiert die Vogelsberger SPD den aus Gießen stammenden CDU-Kanzleramtsminister Helge Braun und Forschungsministerin Anja Karliczek. »Nicht jede Milchkanne braucht G5-Internet«: Mit dieser Äußerung hatte Karliczek Empörung ausgelöst. »Das ist eine verächtliche Sicht auf die ländliche Region und ihre Bewohner. Da, wo eine Milchkanne steht, da leben Menschen, die brauchen Glasfaser und schnelle Netze«, sagt SPD-Vorsitzender Swen Bastian. »Bei uns gibt es nicht nur Milchkannen, sondern auch Landwirte, die zunehmend mit smarter Technologie ihre Felder bestellen. Und die benötigen wie alle Bewohner des ländlichen Raums schnelle Netze.«

Auch der CDU-Kanzleramtsminister Helge Braun plädiere dafür, das 5G-Netz nicht flächendeckend in Deutschland aufzubauen, sondern nur an zentralen Stellen. »Man sollte darüber nachdenken, die Funklöcher nach den für sie verantwortlichen CDU-Politikern zu benennen.« Unter den Vertretern der SPD herrscht Einmütigkeit, dass man sich mit dem 5G-Ausbau keine Zeit lassen soll: »Wer das Grundbedürfnis nach schnellen Netzen auf dem Land nicht befriedigt, sorgt für die Abwanderung von jungen Menschen«, so der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Matthias Weitzel. So wie früher Wasser und die Müllabfuhr seien heute schnelle Netze Teil der Daseinsvorsorge.

Kanzleramtschef Helge Braun hat sich gestern mit einer Pressemitteilung gemeldet, Überschrift: »Arbeite an flächendeckender Mobilfunkversorgung im Vogelsberg.« Die sei ihm ein wichtiges Anliegen. In den nächsten Jahren werde sich die bisher unbefriedigende Situation »grundlegend verbessern«. So werde durch die Versorgungspflichten für die erste Frequenzvergabe, welche die Bundesnetzagentur am Montag veröffentlicht hat, sichergestellt, dass 5G entlang der Straßeninfrastruktur ausgebaut werden müsse. Bis Ende 2022 werde entlang aller Bundesautobahnen 5G ausgebaut, auch an der A5. Bis Ende 2024 müssten alle übrigen Bundesstraßen ebenfalls mit mindestens 100 Mbit/s und höchstens 10 ms Latenz versorgt werden.

Das sei nur mit 5G zu schaffen. Die zu versteigernden Frequenzen seien nur der Startschuss für die Frequenzvergabe und den Ausbau des Mobilfunknetzes. Weitere Frequenzen würden in den kommenden Jahren folgen, die eine bessere Flächenversorgung ermöglichten.

Das sei ihm vor dem Hintergrund der Wahrung gleichwertiger Lebensverhältnisse im ländlichen Raum ein großes Anliegen gewesen. Für die Beseitigung der bestehenden Funklöcher dürfe man aber nicht auf den Mobilfunk der Zukunft warten, denn sie müssten im bestehenden Netz beseitigt werden. Wichtig sei hier, dass die Bundesnetzagentur die drängendsten Funklöcher kennt. Dafür empfiehlt Braun die neue Funklochmeldeapp: »Zeigen Sie, welche Funklöcher Sie besonders beeinträchtigen.«

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