23. November 2018, 21:46 Uhr

Haushaltsentwurf steht jetzt online

23. November 2018, 21:46 Uhr

Gemünden (rs). Schnelles Internet ist ein Muss – an der Arbeit und privat. Etliche Artikel in dieser Zeitung in den vergangenen Tagen haben das unterstrichen. Darum ist man auch in Gemünden bemüht, wie die Gemeindevertretersitzung am Donnerstag zeigte. Die SPD hätte gerne alle Feuerwehrhäuser und Dorfgemeinschaftshäuser an das Internet angeschlossen, Bürgermeister Lothar Bott sucht Bürgernähe online.

Über die Homepage der Gemeinde kann man seit Donnerstag Einblick in die kommunalen Finanzen bekommen. Damit will man den Bürgern Gelegenheit geben, mit wenigen Klicks zu erfahren, was mit ihrem Geld gemacht wird. Ein Hintergrund sind die anstehenden erheblichen Investitionen in Abwasser und Kindertagesstätte von zusammen über fünf Millionen Euro, an deren Finanzierung die Bürger über eine noch festzusetzende Weise beteiligt werden. Martin Keizl von der Firma IKVS stellte den neuen interaktiven Internetauftritt vor.

Durch die Doppik sollte der kommunale Haushalt einfacher und verständlicher werden. Die Erfahrung lehrt, dass das Gegenteil eingetreten ist. Über die Etatdaten auf der Homepage können sich jetzt die Kommunalpolitiker durch Positionen klicken und Trends und Vergleichszahlen bekommen.

Dass sich viele Bürger dafür interessieren, diese Erwartungshaltung hat Keizl nicht. Zwar kann man den Tabellen entnehmen, dass beispielsweise im kommenden Jahr eine Astgreifgabel für Radlader für 2500 Euro angeschafft werden soll, aber bereits der Tabellentitel »Anteil der Umlagezahlungen an Erträgen aus Steuern und Zuweisungen« lässt vermuten, dass sich diese Übersicht nur wenige Menschen intensiver anschauen. So meint Keizl, die Daten auf der interaktiven Plattform seien sinnvoll für die Haushälter unter den Kommunalpolitikern. Im Vogelsbergkreis betreut die Firma fünf Kommunen, Gemünden sei die zweite Kommune, die online ist, Homberg habe das als erste Stadt gemacht. Alsfeld, Lauterbach und Mücke folgen. Sinnvoll zum Stöbern in den kommunalen Daten ist ein stabiles Internet, wie sich bereits bei der Vorführung im Dorfgemeinschaftshaus von Burg-Gemünden zeigte. An manchen Stellen ruckelte die Präsentation etwas, und Keizl rief zwischendurch erstaunt: »Oh, jetzt öffnet er die PDF.« Nach Erfahrungen des Referenten klicken sich fünf bis zehn Prozent der Bürger durch einen Haushalt, bundesweit bieten das rund 300 Kommunen an. In Neckarsteinach erscheint der Haushalt schon papierlos.

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