24. November 2018, 08:45 Uhr

Wassersuche

Brunnenbohrer müssen noch tiefer in das Gestein

Trinkwasser gefunden, aber noch nicht in ausreichender Menge für die Ulrichsteiner. Deshalb müssen die Experten noch weiter und vor allem tiefer bohren.
24. November 2018, 08:45 Uhr
An der Brunnenbohrstelle: Frank Weller und Andreas Hoffmann von retagg, Gerhard Müller-Pettenpohl von der Bohrfirma und Bürgermeister Edwin Schneider (v.l.). (Foto: jol)

Mit dieser Meldung lud Bürgermeister Edwin Schneider an die Bohrstelle für den neuen Brunnen, bislang sind die Prognosen der Geophysiker eingetroffen. Nun hofft man, in 55 bis 60 Metern Tiefe auf eine ertragreiche Wasserkluft zu stoßen. Die alte Schürfquelle der Kernstadt liefert seit Monaten nur ein Rinnsal.

»Das Wasser ist in der Tiefe, die wir vorausgesagt haben«, freut sich Frank Weller. Der Geschäftsführer von retagg solutions erinnert daran, dass die Bohrstelle von seinen Spezialisten ermittelt wurde. Dabei wird an der Oberfläche eine Stoßwelle ausgelöst, deren Resonanz mit einem sensiblen Messgerät aufgezeichnet wird. Damit können die Techniker vorhersagen, in welcher Tiefe esRisse im Fels gibt, die Wasser führen. Ihrer Prognose nach gibt es in etwa 55 Metern Tiefe eine größere Tektonik, die genug Wasser führt. »Wichtig ist das Beharrungsvermögen, also ob genug Wasser nachfließt«, erläutert Gerhard Müller-Pettenpohl von der Bohrfirma. Benötigt werden fünf Liter pro Sekunde, bislang wurden nur zwei gemessen. Die Experten haben mehrere Störzonen ermittelt: »Wir nehmen die schönste Braut«, sagt Weller. Er ist stolz auf dasErgebnis der Bohrung, es sei ein Vorzeigeprojekt. »Damit bringen wir das Wasser zum Hochbehälter, das vermindert Kosten.« Sein Kollege Andreas Hoffmann meint gar, wenn die Firma in Frankfurt nach Brunnen suchen würden, »wäre die Fernleitung aus dem Vogelsberg entbehrlich«. Müller-Pettenpohl hat die Bohrkerne neben das Gestänge des Bohrturms aufgereiht. Um genau senkrecht nach unten zu arbeiten, wirdein Ring in den Untergrund geschlagen. Der Kern kann als Ganzes aus dem Bohrloch geholt werden. Die 55 Meter will der Bohrtrupp Ende nächster Woche erreichen.

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