10. November 2018, 17:15 Uhr

Zuzug

Flächen für Gewerbe und Wohnen in Mücke gesucht

Gottesrain und Nordfrost sind in Mücke ohne Flächenbevorratung nicht denkbar. Und heute ist man froh,dass es das Neubaugebiet Wallenbach gibt. Doch wie geht es danach weiter?
10. November 2018, 17:15 Uhr
Im Neubaugebiet »Wallenbach« besteht große Nachfrage nach Grundstücken, die auch die noch nicht erschlossene Fläche vor dem Seniorenheim (oben) betreffen. (Fotos: rs)

Ein Fragebogen des Regierungspräsidiums Gießen hat eine Diskussion ausgelöst. Der Bogen ist der erste Schritt hin zur Fortschreibung des Regionalplanes Mittelhessen. Später später folgt das formelle Verfahren, in dem die Gemeinde versuchen muss, ihre Interessen zu wahren. In einer Ausschusssitzung erläuterte dieser Tage Mückes Bauabteilungsleiter Thomas Heidlas, die Landesplanung gehe in die Richtung, dass man Siedlungen in den Ballungsräumen behalten möchte. Flächenzuwachs werde also restriktiv gehandelt, die tägliche Versiegelungsfläche in Hessen soll weniger werden.

Das sei für die ländlichen Räume von Nachteil. Deshalb gelte es bei der Fortschreibung, die Interessen der Gemeinde zu wahren, etwa an den zentralen Orten Nieder-Ohmen, Flensungen und Merlau mit ihrem breiten Angebot zur Deckung des täglichen Bedarfs sowie bei der ärztlichen Versorgung.

Die Entwicklung in den anderen Orte kann nach Angaben von Heidlas nur im Rahmen des Eigenbedarfs gesehen werden, in einer Größenordnung von bis zu fünf Hektar. Das verfolge die Gemeinde beispielhaft mit dem Bebauungsplan Sellnrod, der weit unter fünf Hektar liegt. Dort sollen auf rund zwei Hektar bis zu 15 Bauplätze entstehen, gegebenenfalls in verschiedenen Abschnitten. Dieses Modell kann auch für andere Orte Anwendung finden, wenn über eine Baulückenauflistung der Bedarf nachgewiesen wird. So können sich auch die anderen Orte weiter entwickeln. Bei den anderen größeren Ortsteilen mit zentraler Funktion soll sich das Versorgungsangebot weiter entwickeln können. Die Gemeinde muss dazu die passenden Flächen finden, die sich für Wohnen oder Industrie/Gewerbe eignen.

Dem ländlichen Raum wird nach der Einschätzung von Heidlas ganz allgemein bekanntlich eine negative Bevölkerungsentwicklung unterstellt. Der Sachverhalt liege aber für Mücke etwas anders. Die Gemeinde müsse aktiv werden, auf ihre dynamische Gewerbeentwicklung nicht nur wegen Nordfrost hinweisen. Eenfalls müsse eine größere Fläche für Wohnen zur Verfügung gestellt werden. Nachdem derzeit mit heimischen Firmen über die letzten freien Flächen im Gewerbegebiet Gottesrain II verhandelt wird, muss man sich über die Weiterentwicklung Gedanken machen. In diesem Sinne hat Mücke bei dem Fragebogen Gewerbeflächen für Atzenhain (sechs Hektar) und Bernsfeld (zehn Hektar) gemeldet, weil diese Orte sehr verkehrsgünstig und die ins Auge gefassten Areale topografisch passend liegen. In Bernsfeld liegt die Fläche von Atzenhain kommend vor dem Ort rechts der Straße. In Atzenhain liegt die Fläche im unteren Winkel (gegenüber dem Pendlerparkplatz) zwischen den Straßen Richtung Windhain/Nieder-Ohmen und Lehnheim. Der Ausschuss nahm die Entwicklung zur Kenntnis, wobei offenkundig wurde, dass das Thema in einer weiteren Sitzung auch mit anderen Ausschüssen vertieft werden muss. Am Rande der Sitzung wurde zudem deutlich, dass in dem großen Neubaugebiet Wallenbach gegenüber der Gesamtschule einige Grundstücke im erschlossenen Bereich reserviert sind.

Neubaugrundstücke gefragt

Sogar für den nicht erschlossenen Bereich zwischen dem Discounter und dem Seniorenheim liegen für rund die Hälfte der Flächen Anfragen vor. Sollte das Grundstücksinteresse so anhalten wie in der letzten Zeit, müsste sich die Gemeinde über neues Bebauungsareal Gedanken machen. Denkbar ist dabei die Fläche von Nieder-Ohmen in Richtung Bernsfeld oder zwischen Hallenbad/Sauna und Merlau. Diese Flächen sind verkehrlich sehr gut angeschlossen.

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