06. November 2018, 22:00 Uhr

Basar für Herzenswünsche

Jeder hat Wünsche. Weihnachten können sie in Erfüllung gehen. Aber nicht für alle, und vor allem nicht immer für die wirklich Bedürftigen. Da hilft »Alsfeld erfüllt Herzens- wünsche«. Nach Aktionen für kranke Menschen sammelt die Gruppe in einem Secondhand-Laden Spenden jetzt für das Jugendheim Feldatal.
06. November 2018, 22:00 Uhr
Alsfeld erfüllt Herzenswünsche mit einer Weihnachtsaktion in einem Laden in der Mainzergasse 15, die dem Jugendheim Feldatal zugutekommt. Vorne Chris Weitzel, rechts Julia Schuchhard, hinten Eva Gabelmann, Annabel Kypke und Marita Stefanski. (Foto: jol)

Was der eine zu viel hat, kann einem anderen noch viel Freude bereiten. Getreu diesem Motto lädt der Verein »Alsfeld erfüllt Herzenswünsche« zu einer Spendenaktion für das Jugendheim Feldatal ein. Konkret sammeln die Vereinsmitglieder in einem Ladengeschäft in der Mainzer Gasse 15 Kleidung für Große und Kleine, Spiele, Elektrogeräte und Bücher. Das Ganze wird dort verkauft, und der Erlös wird für Weihnachtsgeschenke an die Kinder und Jugendlichen im Jugendheim Feldatal genutzt. Noch bis zum 30. November haben die Helfer das Geschäft kostenfrei zur Verfügung, solange kann gespendet und gekauft werden, worauf Vorsitzende Julia Schuchhard hinwies. Sie freut sich über die breite Unterstützung der Aktion, so hat eine Frau ihr Brautkleid gespendet, ein ungenutztes Kaffee-Service und nagelneue Schuhe kamen zusammen.

Der Erlös soll in Weihnachtsgeschenke für die 25 Kinder und Jugendlichen des Jugendheimes Feldatal gesteckt werden, wie Schuchhard erläutert. Die jungen Menschen feiern in dem Jugendheim in Groß-Felda, »es ist ihnen wichtig, Weihnachten in dem Heim zu erleben«. Die 13- bis 18-Jährigen leben in Wohngruppen zusammen, das bietet eine familiäre Atmosphäre. »Die Kinder und Jugendlichen freuen sich sehr über ein schönes Weihnachtsfest«, ist sich Chris Weitzel sicher, dass die Aktion ankommt.

Der ungewöhnliche Secondhand-Laden für den guten Zweck ist auch Anlaufstelle, um die Arbeit des rührigen Zusammenschlusses vorzustellen. Denn noch kennen viele Menschen die Initiative nicht. Entstanden ist der Verein nach einer Aktion für einen schwerbehinderten Jungen im Fuldaer Raum. Er benötigte einen speziellen Kindersitz für das Auto seiner Mutter. Als die Krankenkasse das nicht übernahm, sammelte man auf privater Basis, sagt Schuchhard. »Damals haben viele gesagt, macht doch weiter mit dem Engagement.«

So kam es, weitere Aktionen folgten, so ermöglichte man einer Familie den Besuch des Musicals »König der Löwen«. Aktive des Vereins haben eine Ausbildung als Hospizhelferinnen absolviert. Inzwischen hat der Verein 123 Mitglieder, »es können aber noch mehr werden«. Auch einige Firmen unterstützen die Arbeit.

Die Aktiven wollen aber nicht nur bei denen bekannter werden, die spenden wollen. Der Laden soll auch Anlaufstelle sein für Menschen, die etwas brauchen, wie es Annabel Kypke ausdrückt. Denn in der hiesigen überschaubare Umgebung in einer ländlichen Kleinstadt sei die Hemmschwelle groß, am Info-Stand des Vereins über Probleme zu reden. Da ist eine feste Anlaufstelle besser geeignet, glauben die Aktiven - zumindest bis Ende November.

Ausgezeichnet wurde »Alsfeld erfüllt Herzenswünsche« bereits vom Vogelsberger Familienbündnis. Weihnachten erinnert im besonderem Maße an die Tugend der Nächstenliebe und der Hilfsbereitschaft gegenüber weniger gut gestellten Menschen. Mit der Aktion »Alsfeld erfüllt Herzenswünsche« haben die Initiatoren Julia Schuchard und Christopher Din bereits seit 2017 schwerstkranken und behinderten Kindern und Jugendlichen kleine oder große Herzenswünsche erfüllen. Die Alsfelderin Julia Schuchard und Christopher Din hatten 2017 im August einen Flohmarkt zugunsten der siebenjährigen Summer-Justine, die an einem bösartigen Hirntumor erkrankt ist, veranstaltet. Selbst von einer schweren Krankheit betroffen, hatte Christopher Din zwangsläufig Einblick in die Bedürfnisse von Schwerkranken erhalten. »Der Rückhalt bei Freunden und Bekannten gab mir die Kraft, weiterzumachen und nicht aufzugeben,« sagte der 33-Jährige. »Die Familien und Geschwister von schwerstkranken Kindern brauchen unsere Unterstützung. Denn Eltern verbringen täglich oftmals mehr als zwölf Stunden in der Kinderklinik oder Hospiz bei ihrem kranken Kind«, meinte Bürgermeister Stephan Paule. Es geht um Anschaffungen von Hilfsmitteln, aber auch von Fußbällen oder Puppen.

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