07. Oktober 2018, 08:35 Uhr

Garten

Farbenfrohe Pracht bis in den Herbst hinein

Einen kurzweiligen und informativen Nachmittag bot der Kreisverband Alsfeld der Obst- und Gartenbauvereine im DGH in Nieder-Gemünden an.
07. Oktober 2018, 08:35 Uhr
Mit den richtigen Pflanzen kann man eine bunt blühende Farbenpracht bis in den Herbst bekommen. (Foto: pad)

Günter Stroh, Vorsitzender des gastgebenden Vereins aus Nieder-Gemünden und im Kreisvorstand tätig, begrüßte knapp 40 Obst- und Gartenbauer aus dem Altkreis Alsfeld.

Erste Referentin war Christine Schwarzer, Inhaberin der Baumschule Engelhardt (Gießen). Ihr Vortrag befasste sich mit modernen und nicht ganz so bekannten Ziersträuchern. In vielen Gärten zu finden sind heutzutage Forsythie, Deutzie oder Weigelie. Gleichwohl, so die Zielrichtung des Vortrages, gibt es viele schöne und alternative Sträucher mit bunter Blütenpracht, die Gartenbesitzer oft einfach nicht kennen. Zum besseren Verständnis hatte die Referentin ein Sortiment diverser Ziersträucher mitgebracht.

Jeder einzelne Strauch wurde vorgestellt, seine Vorzüge erläutert wie die Vorlieben dieser Pflanzen. Die Gartenfreunde konnten auch diverse blühende Stauden näher in Augenschein nehmen. Die oftmals im Frühjahr blühenden Sträucher werden so durch herbstblühende Stauden ergänzt und sorgen für einen immer farbenfrohen mit Blüten durchzogenen Garten.

Das große Interesse der Gartenfreunde an diesem Thema spiegelte sich auch in den vielfältigen Fragen, die sich an Vortrag anschlossen.

Nach einer Kaffeepause, in der die Gäste Gelegenheit hatten, die Ergebnisse des Kinder- und Jugendwettbewerbs des Vereins zu bewerten (die AAZ berichtete, folgte Referent Dieter Levin-Schröder vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen in Kassel (LLH). In einem fesselnden Beitrag ging es dabei um das Thema »Giftpflanzen – Gefahr in Haus und Garten«.

Das komplexe Thema wurde vom Referenten mit zahlreichen Lichtbildern ergänzt, so dass sich alle die besprochenen Pflanzen vorstellen konnten. Warum sind manche Pflanzen, die weniger giftig sind, doch sehr viel gefährlicher als einige hochgiftige Arten? Bei manchen hochgiftigen Pflanzen käme man nie auf die Idee, diese zu verzehren. Sie sind unattraktiv oder widerlich bitter. Andere Arten haben hübsche rote Früchte, da neigt man eher zum Probieren und ganz schnell folgt die Erkenntnis eines großen Fehlers. Fragen über Fragen, zu denen der Referent Ausführungen machen konnte. Ein ebenfalls sehr wichtiges Thema behandelte er parallel, nämlich die Frage nach dem richtigen Handeln im Falle einer Vergiftung.

Dabei wurden viele Regeln ebenso besprochen wie vermeintlich gute Hausmittel, die manchmal tödlich sein können. Der Referent zeigte Bäume, Sträucher, Stauden und einige Zimmerpflanzen, die oft unbewusst gepflanzt oder angeschafft werden, ohne zu wissen, welche Gefahren man sich ins Haus holt. Aufgezeigt wurden auch Lösungsmöglichkeiten. Vernichtet man die komplette Pflanze, wenn ja wie oder wie kann man eine potentielle Gefahrenquelle ausschalten?

So sind beispielsweise die Früchte des Ligusters giftig, jedoch fruchtet eine regelmäßig geschnittene Hecke fast gar nicht, folglich eine praktische Lösung des Problems. Es waren am Ende viele Informationen, welche die Gartenfreunde erreichten, von denen man sicher nicht alle, aber doch das ein oder andere bezogen auf die eigene Pflanzenwelt zu Hause mitnehmen konnte.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Gartenfreunde
  • Nieder-Gemünden
  • Obst- und Gartenbauvereine
  • Stauden
  • Sträucher
  • Vogelsberg
  • Gemünden-Nieder-Gemünden
  • Eckhard Kömpf
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos