05. Oktober 2018, 08:20 Uhr

Ernst-Eimer-Stube

Noch mehr Platz für die Kunst in Groß-Eichen

Feierlich wurde dieser Tage die neue Kunst-Remise an der Ernst-Eimer-Stube eröffnet. Sie ist das Werk einer längeren Renovierungsaktion.
05. Oktober 2018, 08:20 Uhr
Scherenschnitt zur Eröffnung der neuen Kunstremise: Pfarrerin Kerstin Kiehl sowie Christel und Manfred Wagner vom Kunst- und Kulturverein (v.l.) (Foto: sf)

Hausherrin Kerstin Kiehl und die Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins, Christel Wagner, und Ehemann Manfred schnitten dazu ein Band durch. Im kommenden Jahr ist man bereits fünf Jahre mit der Ernst-Eimer-Ausstellung im evangelischen Pfarrhaus in Groß-Eichen, so Christel Wagner.

Die Stube wurde zu einer beliebten Begegnungsstätte, das zeigen die jährlich steigenden Besucherzahlen. Man biete auch anderen heimischen Künstlern Raum für Ausstellungen und Präsentationen. So könne immer mit einer Besonderheit aufwarten.

 

Arbeiten starteten im Februar

Auf dem Hof des Pfarrhauses befindet sich eine Garage, die man nicht nutzen konnte, da sie nicht abschließbar war und sich in einem maroden Zustand befand. Nun wollte der Kunst- und Kulturverein der Kirchengemeinde für deren Gastfreundschaft etwas zurückgeben.

So hatten die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung die Renovierung der Garage beschlossen und Manfred Wagner setzte mit Helfern die Idee in die Tat um, aus der abgewrackten Garage ein Kleinod zu machen. Bei bitterkalten Temperaturen starteten die Arbeiten im Februar diesen Jahres.

Zuerst musste Strom in die Garage gelegt werden und man legte einen kleinen Weg zum Pfarrhaus an. Dort liegen jetzt die bemalten Steine zum »1000-Jahr-Pfad Groß-Eichen«. Dieser Erinnerungspfad ist ein echter Blickfang geworden.

 

200 Arbeitsstunden

Bei Arbeitsbeginn, so Manfred Wagner, hatte er von drei großen Baustellen gesprochen: Berliner Flughafen, Stuttgart 21 und die Garage in der Lohgasse 11. Diese sei nun als einzige fertig. Er habe starke Mitstreiter gehabt, Helmut Schäfer (Garbenteich), Reinhold Schombert (Groß-Eichen), der immer zur Stelle war und Joachim Horst (Ruppertenrod). Zuerst habe man den Putz abnehmen müssen, der Estrich wurde erneuert, eine neue Tür gesetzt und eine neue Decke eingezogen.

Mit dem Ausgleichen des Fußbodens und einem neuen Belag waren die groben Arbeiten beendet. Das Anstreichen der Wände war die letzte Verschönerungsaktion und der Aufwand habe sich gelohnt, wie man unschwer erkennen könne.

Manfred Wagner dankte der Kirchengemeinde mit Pfarrerin Kerstin Kiehl und der Kirchenvorstandsvorsitzenden Ingrid Pumm.

Christel Wagner dankte den aktiven Männern für ihre rund 200 geleisteten Arbeitsstunden. Sie überreichte ihnen einen prall gefüllten Präsentkorb als »Winterration«.

 

»Vielfalt statt Einfalt« von Andrea Grube

Pfarrerin Kerstin Kiehl dankte dem Verein für sein Engagement. Die Ernst-Eimer-Stube bringe Kunst und Kultur ins Dorf und trage dazu bei, dass sich Menschen treffen. Der Kunst- und Kulturverein trage den Namen Ernst Eimer und Groß-Eichen in die Welt hinaus. Nun sei noch ein neuer Ausstellungsraum hinzugekommen. Im September 2014 wurde das renovierte Pfarrhaus mit den Ausstellungsräumen eingeweiht.

Nach der Durchtrennung des Bandes waren die Besucher überrascht über das neue »Gesicht« der Garage und bewunderten die Sonderausstellung von Andrea Grube (Lauterbach) mit dem Titel »Vielfalt statt Einfalt«, die sich in dem »Blauen« und »Grünen Salon« fortsetzte. Eine Fotowand zeigte die verschiedenen Bauphasen. Viele Besucher waren auch dieses Mal wieder gekommen. Sie bestaunten die Sonderausstellung und waren fasziniert von dem wunderschön gestalteten »1000 Jahr Pfad«. Dieser bildet nun die Brücke zwischen dem Pfarrhaus mit der Eimer-Stube und der Kunstremise.

 

Sekt zur Neueröffnung

In der Ernst-Eimer-Stube ist weiterhin die Ausstellung »Malerisches Groß-Eichen« zu sehen, denn der Künstler hat seinen Ort oft und gern gemalt. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Joachim Horst, hat genau die Winkel, Bäume und Gehöfte aufgesucht und davon Fotos gemacht. Die Aufnahmen entstanden aus der gleichen Perspektive wie damals das gemalte Bild.

Zur Neueröffnung der Kunst-Remise wurden alle Besucher mit Sekt begrüßt. Im Blauen und Grünen Salon traf man sich anschließend noch zu Gesprächen bei Kaffee und Kuchen.

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