01. Oktober 2018, 21:33 Uhr

Miete für Kleidercontainer

DRK kann Sozialdienst einstellen

01. Oktober 2018, 21:33 Uhr

Mit Befremden habe ich der Presse entnehmen müssen, dass die FWG in der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeindevertretung Feldatal angeregt hat, Miete für das Aufstellen von Glas- und Altkleidercontainern zu erheben. Soweit es die Altkleidercontainer betrifft, bin ich über die Anregung der FWG sehr verärgert und enttäuscht.

Ich darf darauf hinweisen, dass die DRK-Ortsvereinigung Feldatal außer den Mitgliederbeiträgen und dem Erlös aus den Altkleidersammlungen keine weiteren Einnahmen hat. Mit dem Geld aus der Altkleidersammlung wird in erster Linie die Sozialarbeit gestärkt. Schwerpunktmäßig ist dies im Einzelnen: Beteiligung an den alljährlichen Ferienspielen, die wir schon seit Jahrzehnten anbieten und der größte Teil der hierfür entstehenden Kosten wird vom DRK gezahlt. Genauso werden schon seit Jahrzehnten Seniorennachmittage veranstaltet, wo sämtliche Kosten sowohl für die Durchführung des Programms wie auch für Kaffee und Kuchen vom DRK bezahlt werden. Ebenso werden seit mehr als 20 Jahren Seniorenfahrten durchgeführt, auch hier wird jeweils der größte Teil der nicht unerheblichen Kosten vom DRK getragen.

Außerdem entstehen nicht unerhebliche Kosten für die Blutspendetermine (dreimal jährlich), hier zahlt der Blutspendedienst nur einen geringen Betrag, sodass sämtliche Kosten für Essen und Getränke für Spender, Blutspendeteam und Helferteam vom DRK getragen werden. Außerdem entstehen Kosten für Lehrgänge, Ausbildung und Fortbildungen, abgesehen von den Kosten für die Fahrzeugunterhaltung.

Nicht zuletzt haben wir eine großzügige Spende für die Erneuerung des Glockenturms zur Verfügung gestellt. Ferner haben wir zahlreiche Verbandkästen mit einem erheblichen Kostenaufwand angeschafft und diese an die Kindergärten, Schwimmbad Kestrich, evangelische Kirche in Kestrich, Feldahalle und an verschiedene örtliche Vereine übergeben. Hätten wir nicht die Einnahmen aus den Altkleidersammlungen, wäre es nicht möglich gewesen, alle die vorgenannten Einrichtungen zu unterstützen. Nur am Rande darf ich bemerken, dass die Gemeinde bisher in all den vielen Jahren keine Zuschüsse gewährt hat.

Sollte deshalb zukünftig Miete für die Altkleidercontainer gefordert werden, so wie die FWG es verlangt, sehen wir uns genötigt, die Sozialarbeit einzustellen. Leitragende wären in diesem Falle insbesondere die älteren Menschen, die bisher unser Angebot »sehr possitiv« angenommen haben. Es gibt bestimmt wichtigere Probleme in der Gemeinde, mit denen sich die FWG intensiv beschäftigen sollte.

Mir ist bekannt, dass das Aufstellen von Altkleidercontainern der FWG schon immer ein Dorn im Auge ist, obwohl sie keinen stören.

Robert Belouschek , Feldatal

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