28. September 2018, 21:47 Uhr

Gewerbegebiet soll wachsen

28. September 2018, 21:47 Uhr
An der Straße zwischen Burg- und Nieder-Gemünden wird das Gewerbegebiet erweitert, die Flächen sollen rechts der Landesstraße ausgewiesen werden. (Foto: jol)

geht die nächsten Schritte für ein Gewerbegebiet und schließt damit auch die Lücke zwischen Burg- und Nieder-Gemünden. In der jüngsten Sitzung des Gemeindeparlaments stellte Planer Matthias Wolf nun den Vorentwurf für das Gewerbegebiet entlang der Ohmstraße vor. Zwischen Bahnlinie und der Landesstraße sollen sich Betriebe erweitern können und neue Gewerbegebäude errichtet werden. Wie Wolf weiter sagte, gibt es Gespräche mit drei Bewerbern für Gewerbeflächen. Dafür schlägt er vor, die langgezogene Fläche in zwei Abschnitte zu teilen.

Der vorhandene tegut-Markt soll in einem Sondergebiet stehen, damit auch eine Erweiterung des Lebensmittelgeschäfts möglich ist. Daran schließt sich in Richtung Burg-Gemünden ein Mischgebiet an. Entlang der Landesstraße kann ein Rad- und Gehweg ausgewiesen werden. Bäume und Parkbereiche sollen die Straße begrenzen. Die neuen Gewerbeflächen sollen ihre Zufahrten von der Ohmstraße aus erhalten.

Das ist bislang nicht möglich, weil es eine freie Strecke zwischen Ortsteilen ist. Künftig soll die Ohmstraße als Innerortsstraße ausgewiesen sein. Dann sind Zufahrten von der Ohmstraße aus möglich und die Abstandsflächen für die Bebauung sind geringer, wie Wolf ausführte.

Bürgermeister Lothar Bott ergänzte, dass eine weitere Planung für das Gelände auf der anderen Straßenseite aufgelegt wird. Dort sollen Bauplätze für Wohnhäuser ausgewiesen werden, was aber eine andere Planung erfordert. Walter Momberger (BGG) regte an, die Lage der Wasserleitungen beim Setzen der Bäume zu beachten. Wolf informierte die Gemeindevertreter zudem über die Folgen des Regionalplans für die Gemeinde. Denn vor Ort müsse nachvollzogen werden, was im Landes- und Regionalplan festgesetzt wird. Ein Problem: Entwicklung soll nach Ansicht der Landesplaner im Ballungsraum stattfinden, die Orte im ländlichen Raum könnten nicht wachsen. Zugrunde gelegt würden zudem ältere Prognosen über die Bevölkerungsentwicklung. So sei die Zahl der Gemündener aktuell höher als von den Planern vorausgesetzt. Das habe Auswirkungen auf die Berechnung, wie viel Wohnfläche benötigt wird. Wolf regt deshalb an, bei den Planungsbehörden in Gießen und Wiesbaden darauf zu dringen, Gewerbeflächen und Neubaugebiete für die Gemeinde vorzusehen. »Es geht um die Stärkung des ländlichen Raums,« betonte er. Das sei vonseiten des Landes nicht vorgesehen, dort werden vier Hektar Neubaufläche bis 2030 als ausreichend erachtet, »es sollten aber bis zu sieben Hektar sein«. Er regte an, sich um Gewerbegebiete zu bemühen, die mit einer Nachbarkommune ausgewiesen werden.

Kritisch sieht Wolf, dass Auflagen immer höher werden. Das Land lege viel Wert darauf, vermeintliche Baulücken im Ort zu schließen. Deshalb müsse dargestellt werden, weshalb das oft nicht funktioniert.

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