21. August 2018, 21:13 Uhr

Senioren besuchen Antonius-Netzwerk

21. August 2018, 21:13 Uhr
Beim Antonius-Netzwerk besichtigen die Senioren unter anderem die Schreinerei. (Foto: au)

Ulrichstein (au). Die Senioren aus Ulrichstein und aus weiteren Gemeinden unternahmen kürzlich einen Ausflug nach Fulda und Freiensteinau-Radmühl. Zunächst ging die Fahrt zum Antonius-Netzwerk Mensch nach Fulda. Dort wurden die 29 Senioren durch die Einrichtung geführt. Antonius engagiert sich als Stiftung nachhaltig für bessere Start- und Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung. Um jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, möglichst selbstständig zu leben, entwickelt Antonius innovative Projekte in allen Bereichen des Lebens. Dazu gehören neben dem Wohnen, dem Arbeiten, der Freizeit auch die Unterstützung und Beratung sowie die Frühförderung und Bildung.

Einer der größten Arbeitgeber

Zurzeit leben bei Antonius etwa 320 Menschen in unterschiedlichen Wohnformen auf dem Campus, in der Stadt und im Landkreis Fulda. Das Netzwerk bietet insgesamt rund 1000 Arbeits- und 65 Ausbildungsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung und ist damit einer der größten Arbeitgeber der Region Fulda. Mehr als 290 Ehrenamtliche, etwa 70 junge Menschen im Freiwilligendienst und 250 Praktikanten engagieren sich bei Antonius. Außerdem besuchen mehr als 150 Kinder und Jugendliche die verschiedenen Schulen. Es wurden eine Wohneinheit, die Schreinerwerkstatt und die Keramik besichtigt. Neben interessanten Informationen konnte den Menschen bei der Arbeit über die Schultern geschaut werden.

Danach wurde das Kloster Frauenberg angefahren. Nachdem das letzte Stück auf den Berg zu Fuß erklommen war, stärkte sich die Gruppe bei einem Mittagsimbiss im Café Flora, das ebenfalls zu Antonius gehört. Von der Terrasse aus wurde bei schönem Wetter und einem kühlen Getränk der herrliche Blick über Fulda genossen.

Danach ging die Fahrt weiter nach Freiensteinau. Im Ortsteil Preußisch Radmühl hat sich Hans Werner Lueg in einem ehemaligen Bauernhaus ein Privatkino eingerichtet. Er zeigte den interessierten Reisenden einen Film über das Historik-Spektakel auf Schloss Fasanerie. Danach wurde ein Schwarzweißfilm aus dem Jahr 1957 gezeigt, der im damaligen Schwimmbad in Ulrichstein gedreht worden war. Die Ulrichsteiner Senioren, die das Bad von damals noch gut kannten, fühlten sich in diese Zeit zurückversetzt. Als Hauptfilm wurde der neueste Film von Hans Hummply über die Vierjahreszeiten des Vogelsberges gezeigt, an dem Hans Werner Lueg selbst mitgearbeitet hat. Viele bekannte Orte waren darin zu sehen.

Nach dem Kinobesuch ging es in die angrenzende Gaststätte »Zur Landesgrenze«, in der das Abendessen eingenommen wurde. Die Gaststätte heißt so, weil der Bach »Salz« früher die Landesgrenze zwischen Hessen und Preußen war. Deshalb heißen die Orte auch heute noch Hessisch und Preußisch Radmühl.

Nach einem schönen Tag traf die Gruppe, mit vielen neuen Kenntnissen, zufrieden in den späteren Abendstunden wieder in Ulrichstein ein.

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