21. August 2018, 21:14 Uhr

»An Gott glauben wirkt Wunder«

21. August 2018, 21:14 Uhr
Nach der Ordination in der voll besetzten Kirche in Ulrichstein hält Antje Armstroff ihre erste Predigt vor der neuen Gemeinde. (Foto: au)

Ulrichstein (au). Groß war am Sonntag die Freude in den beiden Kirchengemeinden Ulrichstein und Feldkrücken, dass schon nach nur einer Vakanzzeit von lediglich 14 Monaten mit Antje Armstroff eine neue Pfarrerin in der Kirche Ulrichstein ordiniert wurde. Deutliches Zeichen dafür war eine bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche bei der Ordination und anschließend eine ebenfalls voll besetzte Stadthalle zum gemeinsamen Kaffeetrinken.

Der Ordinationsgottesdienst wurde von Dekanin Sabine Bertram-Schäfer und Probst Oliver Albrecht gehalten. Nach der offiziellen Ordination durch Probst Albrecht mit den Ordinationsassistenten Sandra Hämmerle, Katrin Waller, Antonia von Vieregge und Holger Mett, hielt Pfarrerin Armstroff ihre erste Predigt in der Ulrichsteiner Kirche. Sie ging dabei darauf ein, wie es mit den Wundern nach Jesu Tod und Auferstehung weitergegangen sei. So sei in der Apostelgeschichte zu lesen, dass Petrus und Johannes zur Gebetsstunde hinauf in den Tempel gingen und ein Mann herbeigetragen wurde, der gelähmt von Geburt an war. Als er Petrus und Johannes sah, wie sie in den Tempel hineingehen wollten, bat er um ein Almosen. Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: »Sieh uns an!« Und er sah sie an und wartete darauf, dass er etwas von ihnen empfinge. Petrus aber sprach: »Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!« Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine Füße und Knöchel fest, er sprang auf, konnte stehen und gehen. An weiteren Beispielen wie der blinden Mareike und der Witwe Gertrud verdeutliche sie neue Pfarrerin, wie auch Behinderten und Einsamen geholfen werden kann, wenn sie an die Liebe Gottes glaubten.

Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes hatte der ev. Posaunenchor Ulrichstein/Stumpertenrod übernommen.

In der Stadthalle sagte Bürgermeister Edwin Schneider: »Die vielen Menschen, die sich heute anlässlich Ihrer feierlichen Ordination eingefunden haben, zeigen, wie willkommen Sie hier sind. Wir nehmen Sie mit offenen Armen auf«. »Sie werden in Bobenhausen, wo sie jetzt wohnen und in Ulrichstein sowie in Feldkrücken ein reges Dorfleben vorfinden: Ein breit gefächertes Vereinsleben, gelebte Traditionen und eine aktive Dorfgemeinschaft.« In Ulrichstein erwarteten die Pfarrerin hilfsbereite und aufgeschlossene sowie zupackende Gemeindemitglieder. Schneider ging dann auf das Idealbild eines Pfarrers ein, der Moderator, Kommunikator und Inspirator und ein Werbeträger in Sachen Religion sein solle. Seiner Überzeugung nach, sind Pfarrer Ansprechpartner für die Suche nach Orientierung und dem Lebenssinn. Sie lassen die Menschen nicht allein mit ihren Fragen und Problemen.

Kirchenvorstände sehr zufrieden

Für die beiden Kirchenvorstände überbrachten Michaela Scharmann (Ulrichstein) und Ingo Appel (Feldkrücken) die Glückwünsche zur Ordination. »Wir alle sind froh und dankbar, dass Sie sich für uns entschieden haben. Wie glücklich wir als Gemeinden sind, konnten Sie bereits in Ihrem ersten Gottesdienst im Zelt in Feldkrücken erfahren und ganz sicher spüren. Dass Sie sich für uns entschieden haben erfüllt uns Kirchenvorstände doch mit Stolz. Keiner hätte nach der Ruhestandsversetzung unseres geschätzten Pfarrers Hofmann zu hoffen gewagt, dass alles doch so schnell geht. Bei der Formulierung des Profils einer neuen Pfarrerin bzw. eines neuen Pfarrers für die Ausschreibung überlegten wir gut und wünschten uns: Eine Pfarrerin/ein Pfarrer, der die bestehende Gemeindearbeit weiterentwickelt. Der oder dem die Arbeit mit allen Generationen wichtig ist! Eine Persönlichkeit, die mit uns hier lebt, auf Menschen zugeht und seelsorgerisch begleitet, Gemeindeglieder besucht und auch Alten- und Krankenbesuche durchführt. Ich denke wir haben Glück, vielleicht sogar großes Glück«, sagten die beiden Kirchenvorstände.

Dank sagten die Vertreter der Kirchenvorstände vor allem Pfarrer Dr. Peter Möser für seine Vakanzvertretung. »Es war für uns alle eine ganz neue Erfahrung mit einem anderen Pfarrer über längere Zeit zusammenzuarbeiten«. Mit Gesprächen bei Kaffee und Kuchen klang die Ordinationsfeier aus.

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