19. August 2018, 23:07 Uhr

Zuschüsse für neue Wohnungen

19. August 2018, 23:07 Uhr

Vogelsbergkreis (pm). Seit nunmehr 70 Jahren gibt es die gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft in Alsfeld. Landtags-Direktkandidat Swen Bastian besuchte vor Kurzem gemeinsam mit SPD-Kommunalpolitikern die Genossenschaft, um sich im Austausch mit den Experten über die aktuelle Situation des Mietwohnungsmarktes im Vogelsbergkreis zu informieren. Geschäftsführer Joachim Tobisch und Vorstandsmitglied Marina Lang sprachen mit den SPD-Politikern über die aktuellen Herausforderungen.

Mit über 600 Wohnungen ist die Genossenschaft einer der größten Vermieter im Kreis, aber nicht gewinnorientiert tätig. Tobisch betonte, dass es fast keinen Leerstand mehr gebe. »Wir führen aktuell sogar Listen mit Interessenten, die wir auf Grund der Vermietungssituation leider noch nicht versorgen konnten«, erklärte Tobisch. Insbesondere modern ausgestattete Zwei- und Drei-Zimmerwohnungen seien gefragt und in der Regel sofort nach Freiwerden vermietet.

»Wir sind froh, dass wir mit der Bau- und Siedlungsgenossenschaft einen örtlichen Partner haben, der in der Region verwurzelt ist und den Markt gut kennt«, betonte Bastian. Die CDU-geführte Landesregierung lasse sämtliche Chancen ungenutzt, »durch eine gezielte Unterstützung des ländlichen Wohnungsbaus die Situation im Land insgesamt zu entschärfen«. Nach Ansicht des SPD-Landtagskandidaten müsse es Fördermittel für die Schaffung von barrierefreien Wohnraum in alten Häusern und Hofreiten auf dem Land geben. »Wir wollen, dass alle Gebäude in unseren Dorfkernen auch in Zukunft genutzt werden können. Das wird am Ende nur über verlorene Zuschüsse möglich sein.« Darüber hinaus müsse beim Denkmalschutz ein Umdenken stattfinden, denn nicht jedes alte Gebäude müsse ohne Rücksicht auf die Folgen konserviert werden. Das Thema müsse in Wiesbaden schnell angepackt werden, um zu verhindern, dass sich Dörfer zum Freilandmuseum entwickelten.

Manfred Wolf, Harald Schmidt und Tobisch von der BSG unterstrichen, dass es immer schwerer werde, die umfangreichen Auflagen bei der Modernisierung von Wohnungen einzuhalten. »Hier fühlen wir uns oft allein gelassen«, bedauert Tobisch. Aufgrund der momentan guten Marktsituation sei man in der Lage, den Wohnungsbestand zu erhalten und nach und nach zu modernisieren. Für neue Wohnungen reichten die Einnahmen nicht. »Dies ist bei Durchschnittsmieten von 4,30 E pro Quadratmeter nicht möglich,« machte Tobisch deutlich. Hilfreich wären verlorene Zuschüsse, die zur Rentierlichkeit bei Bau oder Modernisierung von Wohnungen beitragen könnten.

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