16. August 2018, 21:58 Uhr

Debatte um Grünschnitt geht weiter

16. August 2018, 21:58 Uhr

»Der Vorstand befasst sich mit den Punkten, der Antrag hat sich erledigt,« damit wischte Ulrich Künz (CDU) einen Antrag der Freien Wähler zum Thema Grünabfall beiseite. In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses im Abfallverband ZAV unter Leitung von Dr. Hans Heuser entschied eine große Mehrheit von CDU, SPD, FDP und Grünen in diesem Sinne. Beschlossen wurde ein CDU-Antrag, wonach der Vorstand prüft, ob in großen Flächengemeinden eine zweite Sammelstelle eingerichtet werden kann.

Die FW hatte eine Maßnahmenliste zu Mängeln der Grünabfallentsorgung gefordert. Zudem solle ermittelt werden, wer für Grünabfallsammelstellen und die Wege dorthin zuständig ist. Überdies sollen »pragmatische Lösungen« für die Anlieferung von Gartenbaubetriebe gefunden werden. Gerade letzter Punkt hatte in Gemünden für eine lebhafte Debatte im Parlament gesorgt, weil bislang Gartenbaubetriebe unter der Woche Zugang zur Gründeponie hatten, was künftig ausgeschlossen sein soll.

Hintergrund der Debatte um Äste und Heckenschnitt sind die stark gestiegenen Kosten in diesem Bereich, wie auch in der Diskussion im Ausschuss thematisiert wurde. Denn am Ende müssen die Vogelsberger Gebührenzahler die zusätzlichen Kosten für die Betreuung der Grünabfallplätze zahlen. Darum soll sich der Vorstand des ZAV kümmern, wie CDU-Sprecher Ulrich Künz sagte. Es gebe bereits einen Bericht der Geschäftsführung, in dem Mängel in den Anlagen aufgelistet sind. So wird darin auf besonders stark gestiegene Mengen in den Anlagen Homberg und Mücke verwiesen. Laut Bericht sollen alle Sammelstellen so mit Zäunen und Toren gesichert werden, dass nur noch zur regulären Öffnungszeit am Samstag kostenfrei angeliefert werden kann. Keinesfalls sollten Kommunen oder Unternehmen Schlüssel erhalten, wie im Bericht der Geschäftsführung festgehalten ist. Künz meinte nun im Ausschuss, »es ist wünschenswert, wenn kommunalfreundliche Öffnungszeiten für Bauhöfe erhalten bleiben«. Man müsse aber neu darüber nachdenken, ob die kostenfreie Anlieferung weiter möglich bleibe.

Lothar Bott sagte als Sprecher der FW und Vertreter der Gemeinde Gemünden, dass es absurd sei, wenn die Gemeinde nun eine Lagerfläche schaffen muss. Dort würden Äste und Schnittgut abgeladen »und am Samstag kommt ein Radlader und schiebt die ganze Masse auf die ZAV-Sammelfläche«.

Helmut Weppler konterte für die SPD die Kritik Botts, denn in Schlitz schafften es die Gewerbetreibenden, den Grünschnitt so zu entsorgen, dass keine Extra-Öffnungszeiten anfallen. Er wandte sich gegen eine Sonderregelung für Gemünden zu Lasten aller Gebührenzahler. Verbandsvorsteher Rainer-Hans Vollmöller betonte, der Vorstand arbeite an Verbesserungen. Gras- und Heckenschnitt dürfe nur von Privatleuten kostenfrei angeliefert werden. Von Gewerbetreibenden sei das gegen Gebühr möglich, erinnerte er. Ein Grundproblem seien die »nicht nachvollziehbaren Ablagerungen auf den Sammelstellen Homberg und Mücke«.

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