Vogelsbergkreis

Wassermangel: Fische aus Bach in Mücke gerettet

Zu einer ungewöhnlichen Rettungsaktion rückte die Feuerwehr Mücke aus. Die anhaltende Hitze und Trockenheit ließ das Wasser im Bachbett des Streitbachs in Groß-Eichen versiegen.
02. August 2018, 08:10 Uhr
Philipp Weitzel
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Die anhaltende Trockenheit lässt das Wasser im Bett des Streitbachs in Groß-Eichen versiegen. Mit einem Bagger wurde im Bachbett eine Grube ausgehoben, um die Fische zu fangen, sie wurden umgesetzt und so gerettet. (Foto: pwr)

»Besorgte Bürger informierten die Gemeindeverwaltung über eine Gefahr für die Fischbrut, in der Folge wurden der Bauhof sowie die Feuerwehr zur Hilfe geschickt«, sagte ein Feuerwehrsprecher. In Zusammenarbeit schmiedeten die Bauhofarbeiter und Feuerwehrleute einen Rettungsplan für die Fische, dazu musste unter anderem ein Bagger anrücken. Mit dem Schaufelgerät wurde im Bachbett eine Grube ausgehoben, so konnten die Fische aus dem einlaufenden Wasser abgefischt werden. Wie die Feuerwehr informierte, wurden die geretteten Fische andernorts waidgerecht ausgewildert.

Ein außer Kontrolle geratenes Lagerfeuer musste am Dienstagabend in der Gemeinde Feldatal abgelöscht werden. Das Feuer griff im Bereich der Landesstraße zwischen Köddingen und Kestrich auf einen Wald über. Feuerwehrleute bekämpften die Flammen unter anderem mit Feuerpatschen. »Ein Lagerfeuer bei dieser Witterung zu entzünden ist brandgefährlich und zu unterlassen«, so ein Feuerwehrsprecher vor Ort. Eine Streife der Polizeistation Alsfeld leitete ein Ermittlungsverfahren gegen den unbekannten Verursacher des Feuerwehreinsatzes ein.

Eine Strohpresse ist am Dienstagabend auf einem Feld nahe dem Grebenauer Stadtteil Bieben in Brand geraten. Laut Polizeiangaben führte vermutlich ein technischer Defekt zu dem Feuer innerhalb der Maschine. Zur Brandbekämpfung rückten die Feuerwehren der Städte Alsfeld und Grebenau an. Die Feuerwehrleute konnten die Flammen laut Polizeiangaben rasch ablöschen. Wie ein Polizeisprecher sagte, entstand vermutlich nur geringer Sachschaden. Die Tankwagen, die die Kernstadt von Ulrichstein mit Trinkwasser beliefern, werden auch von Badegästen am Naturbadebiotop gesichtigt. Denn auch dort muss Frischwasser eingefüllt werden, damit das Biotop nicht umkippt.

Das Badebiotop wird ebenfalls von einer Schürfquelle gespeist und das Wasser in einem alten Hochbehälter gesammelt, der nicht mehr für die Trinkwasserversorgung dient. Die Schürfquelle ist aber momentan versiegt, weswegen Hessens höchstgelegene Stdat auch kein Trinkwasser hat, sondern es herangebracht werden muss.

Das geschieht am Badebiotop bei Bedarf, sagt Bürgermeister Edwin Schneider, neulich wurden einmal zwei bis drei Tankwagen an einem Abend gebracht, normalerweise seien es ur ein bis zwei in der Woche. Das Füllwasser für das Badebiotop muss den gesetzlichen Vorgaben nach Trinkwasserqualität haben. »Wasser aus Bächen, Flüssen oder Teichen darf nicht eingefüllt werden,« sagt der Bürgermeister.

Das Wasser stammt aus den Hochbehältern in Helpershain und Ober-Seibertenrod, das über den Brunnen in Köddingen versorgt wird. Momentan reicht dort das Wasser noch, wie es bei der anhaltenden Trockenheit weitergeht, weiß man nicht.Demnächst soll endlich eine Bohrung stattfinden, von der sich die Stadt Wasser erhofft. Noch wartet man auf die Bohrgenehmigung des RP, Mitte August könnte es losgehen.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/vogelsbergkreis/art74,465613

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