29. Juli 2018, 21:29 Uhr

Waldbrandgefahr

Damit kein Funke überspringt

Die aktuelle Waldbrandgefahr und die meteorologischen Prognosen, die keine baldige Änderung des heißen Wetters vorhersagen, veranlasst die Kommunen zum Handeln. Tipps gegen die Gefahr.
29. Juli 2018, 21:29 Uhr

Seit Donnerstag gehen immer mehr Kommunen dazu über, das Grillen auf waldnahen Plätzen zu verbieten. Damit folgen die Verwaltungen einer Empfehlung des Hessischen Umweltministeriums, das bezüglich der Waldbrandgefahr vor einigen Tagen die zweithöchste Alarmstufe A ausgerufen hatte.

Seit Jahresbeginn sind landesweit etwa 45 Waldbrände mit einer betroffenen Fläche von 4,5 Hektar registriert worden. Dies bedeutet eine hohe Gefahr für Wald- und Flächenbrände. Die Feuerwehren haben bereits ihre Einsatzpläne für Waldbrände aktualisiert. Über 90 Prozent der Waldbrände sind auf menschliches Handeln oder Fehlverhalten zurückzuführen. Denn gleichzeitig sind die Wasservorräte in den Waldböden stark zurückgegangen.

Damit keine Waldbrände entstehen, fordert der Vogelsberger Kreisbrandmeister Björn Preuss-von Brincken dazu auf, einige Verhaltensregeln im Wald und auf großen Wiesen zu beachten: Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe, nicht rauchen und keine Zigarettenreste fortwerfen, dies gilt auch für die Autofahrt innerhalb oder entlang Wald, keine Glasabfälle liegen lassen, sie könnten bei Sonnenbestrahlung als Brennglas wirken, nicht mit dem Fahrzeug über entzündlichem Untergrund parken, der Katalysator eines Kraftfahrzeugs erhitzt sich stark und kann einen Brand auslösen, nur ausgewiesene Parkflächen benutzen, die Zufahrten zu Wäldern und Feldern freihalten und unbedingt die Park- und Halteverbote beachten, Hydranten und Wasserentnahmestellen freihalten.

Brände oder Rauchentwicklungen sollten sofort unter Notruf 112 gemeldet werden. Für die Orientierung im Wald und zur genauen Ortsangabe bei einem Notruf sorgen die Rettungspunkte, die an Waldwegen mit grün-weißen Schildern mit einer Nummer des Rettungspunktes gekennzeichnet sind. Die Feuerwehren können sich anhand der Forstrettungspunkte schnell orientieren und den Einsatzort finden, auch wenn dieser nicht an einer öffentlichen Straße liegt.

»In dieser gefährlichen Situation ist es wichtig, dass sich Menschen aufmerksam verhalten, um Waldbrände zu verhindern. Eine Waldbrandbekämpfung ist immer ein sehr personalintensiver Einsatz und für die Feuerwehrleute mit hohem Risiko verbunden.Deshalb beachten Sie bitte die oben aufgeführten Regeln zur Waldbrandvermeidung,« so Preuss-von Brincken. Der Kreisbrandmeister wirbt für die Nutzung der kostenlosen Katwarn-App (www.katwarn.de. »Bei Waldbränden werden wir die Bevölkerung schnell über Katwarn über aktuelle Gefahren informieren.

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