10. Juni 2018, 18:25 Uhr

Abi-Schnitt von 2,1

10. Juni 2018, 18:25 Uhr
Die 20 jahrgangsbesten Abiturienten – sie alle haben einen Durchschnitt von 1,5 und besser. (Fotos: pm)

Alsfeld (pm). Mit dem Abi in den Händen werden Helden zu Legenden« – das Motto des Abiturjahrgangs der Albert-Schweitzer-Schule war ambitioniert – kein Wunder, dass auch am Abend der Abiturzeugnisverleihung Heldenmut gefragt war : Wolkenbruchartige Regenmassen, Gewitter und Donner begleiteten den ökumenischen Gottesdienst am Freitagabend in der Walpurgiskirche, und wer danach den Weg zur Feierstunde in dem Standort an der Krebsbach antreten wollte, der konnte zumindest schon mal zeigen, wie er selbst einem solchen Sturm trotzen wollte und wem er auch in dieser Situation noch Hilfe anbot.

Das Motto des Abi-Jahrgangs war auch Thema des Gottesdienstes, den Schulpfarrerin Katja Dörge gemeinsam mit einer Reihe Abiturienten gestaltet hatte. Ein Großteil der jungen Menschen begann mit dem Besuch der Andacht gemeinsam mit Freunden und Familien diesen bisher vielleicht wichtigsten Tag in ihrem Leben.

Zum offiziellen Teil des Abends begrüßte Schulleiterin Annette Knieling dann die Abiturienten sowie ihre Familien und Weggefährten in der Aula der Krebsbach. Fast nebenbei verriet sie die Durchschnittsnote dieses Jahrgangs: Mit 2,1 und 20 Absolventen mit einer Durchschnittsnote mit 1,5 oder besser zeigte sich dieser sehr erfolgreich. Von Haus aus Deutschlehrerin, gab sie den Abiturienten die Idee der Blauen Blume der Romantik mit auf den Weg. Diese stehe für die Sehnsucht, für etwas Mystisches, sei Symbol für das menschliche Streben, aber auch für Heimat, Sicherheit und Kraft. Als heimische Blaue Blume mit Symbolkraft hatte sie das Vergissmeinnicht ausgemacht und verschenkte an jeden Absolventen eine Tüte mit seinem Samen. »Möge jeder von Ihnen seinen persönlichen blauen Lebenstraum verwirklichen«, rief sie ihnen zu und schloss, wie sie begonnen hatte: »Ein paar Schüler gehen – viel Glück, Leute.«

Die »Zeit der Ketten« ist vorbei

Die Schüler hätten während ihrer Schulzeit wichtige Erfahrungen gesammelt, sagte Thorsten Schäfer names des Elternbeirates, sicher auch nicht nur gute. In vielen Situationen hätten ihnen die Eltern und Familien zur Seite gestanden, dazu hätten sie auf engagierte und kompetente Lehrer zählen können, denen Schäfer für ihr Engagement dankte. Er riet den scheidenden Schülern, ihr Ziel zu finden: »Ein Ziel muss ein Herzenswunsch sein«, rief er ihnen zu. Mit dem nötigen Können und dem Dürfen käme man ins Tun und könne schließlich sein Ziel erreichen.

»Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen.« Mit diesem weisen Zitat von Peter Ustinov stimmten Emilia Zulauf und Pauline Georg von der Schülervertretung die Abiturienten auf ihren Abschied ein. Sie hielten eine sehr erfrischende Ansprache, die viel von dem Schulleben offenbarte und endeten – da eine solche Veranstaltung ja immer auch Anlass für viele kleine und große Zitate ist – mit einem Superheldensatz aus dem Film »The Avengers«: »Jetzt bin ich frei – die Zeit der Ketten ist vorbei!«

Gemeinsam ehrte das Schulleitungsteam die Jahrgangsbesten: 20 Abiturienten glänzten mit einem Notendurchschnitt von 1 bis 1,5. Diese sind: Elea Henke, Johanna Schmidt, Lore Riße, Franziska Theresa Wicker, Christoph Euler, Larissa Josephin Helm, Giulia Roberta Lachnitt, Marius Lang, Henrieke Schäddel, Lorenz Stamm, Anika Wilhelm, Laura Heil, Simeon Reibeling, Laura Stork, Luise Henriette Diewald, Nicole Kersten, Alina Christin Schlitt, Natascha Schwärzel, Elisabeth Marie Turvold und Antonia Elisabeth Wirth.

Für die Jahrgangsbesten ergriffen Elea Henke, Johanna Schmidt und Lore Riße das Wort. Sie zeigten sich etwas wehmütig, dass die Schulzeit sich dem Ende neigt, nicht zuletzt, weil nun das tägliche Wiedersehen mit Freunden vorbei ist. In ihren gutaufgelegten Redebeiträgen wurde deutlich, wie sehr sie ihre Schulzeit doch genossen haben, wie viele schöne, oftmals lustige Erinnerungen sie gesammelt haben. Ihren Berufswünsche aus den Zeiten der Einschulung sei die Erkenntnis gewichen, dass es sehr schwer sei, sich festzulegen, doch dafür sei auch noch Zeit. Heute, so der Tenor, könne man stolz auf das Erreichte sein, und noch einmal dankten alle ihren Familien und ihren Lehrerinnen und Lehrern.

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