08. Juni 2018, 12:05 Uhr

Schule

Homberger Schüler schnuppern in grüne Berufe

Die Lehrerin zeigt sich total begeistert, wie konzentriert die Schülerinnen und Schüler in der grünen Idylle von Homberg-Neu-Ulrichstein zuhören.
08. Juni 2018, 12:05 Uhr
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Von Joachim Legatis
Forstwirt Karl-Heinz Wilhelm führt den Jugendlichen der Ohmtalschule den Pflanzspaten zum Setzen von Bäumen vor. (Foto: jol)

Der Projekttag ist gelungen, wie Petra Ebert erfreut feststellt. Das freut auch Bettina Dören, die das Konzept für den Besuch der Schülergruppe auf dem Versuchsgut bei Homberg ausgearbeitet hat. Am Mittwoch lernten die Jugendlichen aus siebten bis neunten Klassen der Ohmtalschule Homberg, was Försterin Claudia Mävers und Forstwirt Karl-Heinz Wilhelm in ihren »grünen Berufen« tun.

Es wurde ganz praktisch, als Wilhelm mit Pflanzhacke und Spaten das Setzen von Bäumen erläuterte. Besonders positiv fand Ebert, dass einige Jugendliche schon Erfahrungen mit dem Holzmachen haben und ihre Kenntnisse einbringen konnten.

Mävers stellte unterdessen ihre Hilfsmittel für die Arbeit mit Bäumen und für die Ökologie im Wald vor.

Am Donnerstag kamen Laborantinnen aus Instituten vorbei, mit denen die Umweltanalysefirmen in Neu-Ulrichstein zusammenarbeiten. Mit typischen Laborgeräten wie dem Mikroskop stellten sie den Schülerinnen und Schülern ihre Arbeitsbereiche als Biologisch- und Chemisch-Technische Assistentinnen vor. Für Freitag hat Bettina Dören einen Schäfer und die Landwirte Dirk Rechmann sowie Karl-Wilhelm Becker hinzu gezogen, die über diese Tätigkeitsbereiche informierten.

Fachlehrerin Ebert ist froh, dass die Jugendlichen im Rahmen der Studienwoche an der Ohmtalschule an einem ungewöhnlichen Ort mehr über verschiedene Berufe rund um Biologie und Natur lernen. Das ist Teil der Berufsorientierung für Haupt- und Realschulklassen, die Einblicke in andere Arbeitsbereiche bietet. Außerhalb des Klassenzimmers waren die Jungen und Mädchen konzentriert dabei und konnten auch selbst einmal Hand anlegen. Dazu kam ein Rundgang in der Versuchsanstalt mit ihren Versuchsfeldern und Teichen. Die frisch gebackene Pizza aus dem Holzofen wird sicher ebenfalls in Erinnerung bleiben.

Die Kooperation mit der Homberger Schule ist Teil eines neuen Arbeitsbereichs in der Versuchsanstalt, die ansonsten vor allem Praxisversuche mit Pflanzenschutzmitteln durchführt. Umweltpädagogin Bettina Dören erläutert dazu: »Ich baue einen außerschulischen Lernort auf«. Da bietet es sich an, zunächst mit der Ohmtalschule zusammenzuarbeiten. Bereits im Vorjahr startete man mit Sechstklässlern, die in den Teichanlagen Kleintiere bestimmt haben. Nun startete das Angebot für höhere Klassen mit der dreitägigen Reihe zu »grünen Berufen«.

Vielleicht kommt der eine oder andere wieder zurück. Denn die Fachleiterin sagte, dass die Schülerinnen und Schüler nach Plätzen für ein Langzeitpraktikum suchen.



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