29. Mai 2018, 22:10 Uhr

Storchennest und Insektenhotel

29. Mai 2018, 22:10 Uhr
Berthold Biedenkapp führt die Schar der Jagdgenossen und ihrer Familien an, hier ist die Gruppe kurz vor der Ankunft am Rastplatz »Herrnteich«. (Foto: eva)

Mücke-Atzenhain (eva). Bei herrlichem Frühlingswetter hatte die Jagdgenossenschaft zu einem Grenzgang mit anschließendem gemütlichen Beisammensein beim Mittagessen und Kaffeetrinken eingeladen. Zu der Wanderung am Morgen begrüßte Jagdvorsteher Berthold Biedenkapp Teilnehmer aller Altersstufen.

Gestartet wurde am ehemaligen Schützenhaus, der jetzigen Atzenhainer Narrhalla, bevor nach einem Streifzug durch den Ort die weitere Route über »Beckersch Weg« und über die Alte Lehnheimer Straße hinaus ins Feld führte. Der diesjährige Grenzgang schloss sich dem des Vorjahres an. Denn nachdem im letzten Jahr die Gemarkungsgrenzen zu den Nachbarorten Nieder-Ohmen und Merlau das Ziel war, streifte die ausgesuchte Tour in diesem Jahr die Gemarkungsgrenzen zu den Nachbarorten Lehnheim und Stangenrod.

Während Jagdvorsteher Berthold Biedenkapp und sein Stellvertreter Steffen Wick die Grenzbegehung anführten, sorgte Vorstandsmitglied Burkhard Katz während zweier Pausen für gemütliche Rastplätze und Getränke in der freien Natur.

Wieder hoher Wildschaden

Neben dem Kennenlernen der Gemarkungsgrenzen, den lockeren Gesprächen und einer Rast auf dem Reitplatz des Reitstalls Bellof zählte sicherlich die zweite Pause am »Herre-Teich« (im Volksmun »Herrnteich«) zu den Höhepunkten des Grenzganges.

Denn just an dieser idyllischen Stelle in der Lumda-Aue hatten engagierte Atzenhainer Bürger im vergangenen Juli ein Storchennest errichtet, was viele der Wanderer nun zum ersten Mal aus der Nähe sahen. Weiterhin wurden dort ein Insektenhotel installiert, Blumen gesät und es stehen Tische und Bänke zum Ausruhen und zum Genießen der Aussicht auf Atzenhain und bis hin zum Lumdatal zur Verfügung.

Von dort führte der Rundweg wieder zurück ins Dorf. Während es am Morgen rund 25 Teilnehmer waren, fanden sich zur anschließenden Geselligkeit am Schützenhaus rund 90 Besucher ein.

Hier begrüßte Berthold Biedenkapp auch Jagdpächter Gerhard Keil und weitere Mitjäger. Wie Biedenkapp informierte, hatte Keil in der kürzlich sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft berichtet, dass im letzten Jahr so viel Schwarzwild wie noch nie im Revier erlegt wurde.

Dazu meinte Biedenkapp ergänzend, dass man es im Hinblick auf die erheblichen Wildschäden im letzten Jahr begrüßt hätte, wenn es gelungen wäre, noch mehr Schwarzkittel zur Strecke zu bringen.

Gerhard Keil und Berthold Biedenkapp bestätigten, dass die Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Jagdpächter und den Jägern reibungslos verlaufen sei. Wobei, so Biedenkapp, entstandene Wildschäden von den Landwirten auch selbst getragen wurden. Informiert wurde auch darüber, dass seitens der Jagdgenossenschaft im vergangenen Jahr ein Mulchgerät angeschafft worden war.

Damit die Jagdgenossen diese Grenzgangsveranstaltung auch genießen können, ist es schon seit Jahren in Atzenhain Tradition, dass, wie auch in diesem Jahr wieder, Mitglieder der Vereine die Bewirtung der Jagdgenossenschaftsmitglieder an diesem Tag übernehmen.

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