23. Mai 2018, 15:07 Uhr

Starkregen

Hoher Schaden durch Hochwasser in Mücke und Feldatal

Das Unwetter mit Starkregen hat am Dienstagabend in den Gemeinden Feldatal und Mücke einen Sachschaden in sechsstelliger Höhe verursacht.
23. Mai 2018, 15:07 Uhr
Nichts geht mehr: Das Hochwasser hat am Ortsrand von Ober-Ohmen die Straße überschwemmt. Dort forderten auch umherschwimmende Fässer die Feuerwehr. Bei allen Helfern (mit DRK) sind nur bei den Dienstagseinsatz ingesamt 1000 Stunden aufgelaufen. (Foto: pwr)

»Das ist eine vorsichtige erste Schätzung«, sagte ein Polizeisprecher. Rund 185 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren und des Deutschen Roten Kreuzes befanden sich besonders in den Dörfern Ober-Ohmen und Ermenrod im Einsatz, dort wurden 38 Einsatzstellen gezählt.

Bis gegen 3 Uhr in der Nacht waren die Feuerwehrleute in Ober-Ohmen gefordert, besonders aufwendig gestaltete sich der Einsatz um einen havarierten Öltank. Dazu mussten unter anderem ein Gefahrgutgerätewagen der Feuerwehr der Stadt Homberg und das Spezialfahrzeug einer Fachfirma anrücken, um ausgetretenes Heizöl aus dem Keller eines Wohnhauses abzusaugen.

In Ermenrod wurden die Keller von sechs Wohnhäusern leer gepumpt. Besonders betroffen waren der Plattenweg und die Groß-Feldaer Straße. Wie Gemeindebrandinspektor Rüdiger Klaus berichtete, musste zur Räumung von Durchlässen und Brücken ein Bagger eingesetzt werden.

»Das Wasser staute sich dort durch angeschwemmtes Geröll und Holz«, berichtete Klaus. Die Landesstraße zwischen Ermenrod und Groß-Felda musste für Stunden voll gesperrt werden, dort war der Zeilbach über die Ufer getreten. In der Gemeinde Feldatal waren insgesamt 60 Feuerwehrleute aus Ermenrod, Groß-Felda, Kestrich, Stumpertenrod, Windhausen und Zeilbach bis etwa 22 Uhr im Einsatz. Zur Sicherstellung des Brandschutzes stand die Einsatzabteilung aus Köddingen in Bereitschaft. Das DRK war mit seinen Bereitschaften aus Atzenhain und Mücke nach Ober-Ohmen zur Hilfe geeilt. Die Helfer richteten im Dorfgemeinschaftshaus eine Betreuungsstelle ein und versorgten dort insbesondere die Einsatzkräfte der Feuerwehr. »Es wurden rund 100 Portionen Eintopf ausgegeben«, informierten die Leiter Lea Göbel und Frank Schäfer. Teilweise wurde die Verpflegung auch in die Einsatzabschnitte der Überflutungen gebracht. Von den insgesamt 185 Feuerwehrleuten und DRK-Helfern wurden nur bei diesem Einsatz schätzungsweise 1000 ehrenamtliche Einsatzstunden geleistet.

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