23. Mai 2018, 11:56 Uhr

Unwetter

Hoher Schaden nach Unwetter im Vogelsberg

Bis drei Uhr in der Nacht waren die Feuerwehrleute im Einsatz: Ein Unwetter hat in Mücke und in Feldatal einen erheblichen Schaden verursacht.
23. Mai 2018, 11:56 Uhr
(Foto: Philipp Weitzel)

Das Unwetter mit Starkregen hat am Dienstagabend in den Gemeinden Feldatal und Mücke einen Sachschaden in sechsstelliger Höhe verursacht. „Das ist eine vorsichtige erste Schätzung“, so ein Polizeisprecher. Rund 185 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes befanden sich besonders in den Dörfern Ober-Ohmen und Ermenrod im Einsatz, dort wurden insgesamt 38 Einsatzstellen gezählt. Bis gegen 3 Uhr in der Nacht waren die Feuerwehrleute in Ober-Ohmen gefordert, besonders aufwendig gestaltete sich der Einsatz um einen havarierten Öltank. Hier mussten unter anderem ein Gefahrgutgerätewagen der Feuerwehr der Stadt Homberg und das Spezialfahrzeug einer Fachfirma anrücken, um ausgetretenes Heizöl aus dem Keller eines Wohnhauses abzusaugen.

 
Fotostrecke: Unwetter im Vogelsbergkreis

In Ermenrod wurden die Keller von sechs Wohnhäusern leer gepumpt, besonders betroffen waren der Plattenweg und die Groß-Feldaer Straße. Wie Gemeindebrandinspektor Rüdiger Klaus schilderte, musste zur Räumung von Durchlässen und Brücken ein Bagger eingesetzt werden. „Das Wasser staute sich dort durch Geröll und Holz“, so Klaus. Die Landesstraße zwischen Ermenrod und Groß-Felda musste für Stunden voll gesperrt werden, dort war der Zeilbach über die Ufer getreten. In der Gemeinde Feldatal waren insgesamt 60 Feuerwehrleute aus Ermenrod, Groß-Felda, Kestrich, Stumpertenrod, Windhausen und Zeilbach bis etwa 22 Uhr im Einsatz, zur Sicherstellung des Brandschutzes stand die Einsatzabteilung aus Köddingen in Bereitschaft.

Das Deutsche Rote Kreuz war mit seinen Bereitschaften aus Atzenhain und Mücke nach Ober-Ohmen zur Hilfe geeilt. Die Helfer richteten im Dorfgemeinschaftshaus eine Betreuungsstelle ein und versorgten dort insbesondere die Einsatzkräfte der Feuerwehr. „Es wurden rund 100 Portionen Eintopf ausgegeben“, so die Leiter Lea Göbel und Frank Schäfer. Teilweise wurde die Verpflegung auch in die Einsatzabschnitte der Überflutungen gebracht. Von den insgesamt 185 Feuerwehrleuten und DRK-Helfern wurden schätzungsweise 1.000 ehrenamtliche Einsatzstunden geleistet.

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