27. April 2018, 21:50 Uhr

R 6-Umlegung ohne Diskussion

27. April 2018, 21:50 Uhr

Gemünden (rs). Es war eine Gemeindevertretersitzung mit Besonderheiten. Die Gemeinde hat jetzt ein Logo (siehe Bericht oben), es drängten sich rund 40 Zuhörer im Dorfgemeinschaftshaus Burg-Gemünden und ein von den Kommunalpolitikern kürzlich heiß diskutiertes Thema wurde ohne eine Wortmeldung »durchgewunken«. Das betraf das Umlegen des Fernradweges 6 auf die ehemalige Bahntrasse.

Dazu hat es einen Ortstermin gegeben, bei dem noch Anregungen und Bedenken formuliert worden waren. Am Donnerstag äußerte sich lediglich Lukas Becker von der SPD, der die Vorstellungen des Gemeindevorstandes begrüßte. Danach wurde der Beschlussvorschlag einstimmig angenommen. Demnach wird die Gemeinde fast 14 000 Quadratmeter der ehemaligen Bahntrasse von Homberg her kommend bis nahe dem Bahnhof für einen Euro erwerben und auf dem Bahndamm den Radweg einrichten.

Erwartungsgemäß nahm die Diskussionsfreude der Gemeindevertreter zum Thema wiederkehrende Straßenbeiträge wieder zu. Beschwerden der BGG, Anträge dazu seien verschleppt worden, begegnete Bürgermeister Lothar Bott mit dem Hinweis, die Vergabe zur Ausarbeitung der Vor- und Nachteile habe die Schwierigkeit ergeben, dass die einreichenden Büros mit geringerem Preis (rund 30 000 Euro) einen hohen Anteil von Leistungen nach Stundensatz ausgewiesen hätten.

Ein komplettes Angebot beläuft sich auf rund 55 000 Euro. Bott regte an, von der Verwaltung eine Beispielrechnung zu erstellen, was sich auf die anderen sechs Ortsteile übertragen lässt. Denn in Rülfenrod müssten in den kommenden Jahren alle Straßen gemacht werden.

Von der BGG wandte Tobias Reitz ein, man müsse Geld für die Prüfung ausgeben, um fachlich beraten zu werden. Die BGG werde gegen das Angebot des Bürgermeisters stimmen und wolle nach wie vor die Ausarbeitung eines Fachbüros.

Klaus-Dieter Jensen (UBL) charakterisierte das Thema als kompliziert. Von einem Gutachten erwartete Jensen keine Entscheidungshilfe. Er plädierte für einen Info-Abend mit einer Fachkraft. Tobias Reitz wies darauf hin, dass es bereits eine Info-Veranstaltung gegeben habe, jetzt solle das Gutachten für rund 55 000 Euro kommen.

Bott regte als Kompromiss an, den Jensen-Vorschlag und die Beispielrechnung für Rülfenrod zu machen. Eine Sitzungsunterbrechung ergab, dass man vor der nächsten Gemeindevertretersitzung eine Informationsveranstaltung machen wird.

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