27. März 2018, 21:06 Uhr

Wie man sich Dinge besser merkt

27. März 2018, 21:06 Uhr
Auch Zahlenreihen kann man sich mit einfachen Tricks besser merken, erfahren die Zuhörerinnen von der Gedächtnistrainerin Navina Wytrickus. (Foto: pm)

»Was wollte ich noch gleich sagen, holen oder tun? Und wie hieß noch mal der nette Herr, den wir letzten Monat auf der Messe getroffen haben?« Wer kennt sie nicht, die Momente, in denen unser Gedächtnis uns einen Streich spielt und wir nicht mehr wissen, was doch eigentlich selbstverständlich und auch wichtig ist?

Wie man dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen kann, erfuhren die Damen des Office- Netzes von Gedächtnistrainerin Navina Wytrickus. Eingeladen hatte Organisatorin Anette Wettlaufer in die Räume der Alsfelder Niederlassung der thyssenkrupp Infrastructure.

»Unser Gehirn ist gekennzeichnet durch verschiedene Funktionsweisen«, begann Wytrickus ihre Reise durch die Welt des Ultrakurzzeit-, Kurzzeit- und Langzeitgedächtnisses. Geist, Körper, die Gehirnhälften, das Maß an An- und Entspannung sowie die Seele spielen hier zusammen, erläuterte sie. Allen Beteiligten müsse man Rechnung tragen. So fordert auch das Gedächtnis immer wieder gut dosierte Pausen, am besten an der frischen Luft und mit Bewegung. Dinge auf vielfältige Weise wahrzunehmen, sie anzufassen, zu sehen und aufzuschreiben fördert das Erinnern. Und auch wenn man sich emotional mehr an ein Thema gebunden fühle, steigere das die Gedächtnisfähigkeit.

Wytrickus erklärte anschaulich, wie beide Gehirnhälften arbeiten, wie Dinge sich den Weg vom Ultrakurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis bahnen und warum es leichter ist, Dinge von dort wieder abzurufen, als neu Erlerntes, was über das Kurzzeitgedächtnis noch gar nicht hinausgekommen ist.

Eselsbrücken und Königin Beatrix

Neben all diesen Informationen hatte sie auch ganz praktische Tipps dabei: So kann man sich eine ganze Abfolge von Dingen, die To-do-Liste vielleicht oder eine Folge von Themen in einer Rede, ganz leicht merken, wenn man sie kreativ mit einem wohlbekannten Weg verknüpft, den man immer wieder abrufen kann.

Auch für das leidige Problem von vergessenen Namen hatte die Expertin einige Tricks parat: Namen wiederholen, bei Unklarheiten nachfragen, sich markante Dinge im Erscheinungsbild bewusst einprägen. Dazu könne man sich auf kreative Weise Eselsbrücken bauen, die helfen, sich zu erinnern. Wenn eine Dame namens Beatrix eine Frisur wie die ehemalige holländische Königin hat, ist das ganz einfach – auch wenn die Ähnlichkeit weit hergeholt wäre. Zum Schluss erinnerten sich tatsächlich alle Anwesenden sowohl an die zwei Stunden zuvor gemerkte To-do-Liste als auch an Beruf und Namen dreier bisher unbekannter Personen. Und wie man sich entspannt, lernten die Office-Damen auch noch. Ein gelungener Abend also, der sicher nachhaltige Wirkung zeigen wird.

Übrigens: Wer sich für Gedächtnistraining interessiert und den Termin verpasst hat, für den oder die bietet die Volkshochschule des Vogelsbergkreises das Thema mit Navina Wytrickus auch im offenen Programm an. Interessierte wenden sich an die VHS des Vogelsbergkreises, Tel. 06631/792-7700. Infos rund um das Office-Netz Vogelsberg gibt es bei Anette Wettlaufer, Vogelsberg Consult GmbH, Tel. 06631/9616-15.

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