27. März 2018, 08:00 Uhr

Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Wilfried Schwab

Er ist als Kommunalpolitiker mit Herzblut bekannt. Nun wurde dem Merlauer Wilfried Schwab das Bundesverdienstkreuz verliehen.
27. März 2018, 08:00 Uhr
Pfarrer Clemens Wunderle, Bürgermeister Matthias Weitzel, Dr. Hans Heuser, Wilfried Schwab, RP Christoph Ulrich, Thomas Röhrich (v. l.). (Foto: sf)

Bürgermeister Matthias Weitzel begrüßte Schwab am Montag an der alten Wirkungsstätte in der Gemeindeverwaltung. Regierungspräsident Christoph Ulrich nahm die Auszeichnung vor. Zu den geladenen Gästen zählten der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Thomas Röhrich, der Kreistagsvorsitzende Dr. Hans Heuser, der auch Landrat Manfred Görig vertrat, sowie Pfarrer Clemens Wunderle von der katholischen Kirchengemeinde.

Der heute 78-jährige Schwab war während seiner Schulzeit schon kommunalpolitisch interessiert, erzählte er. Nach dem Studium der Agrarwissenschaften war er bis zum Ruhestand im Jahre 1999 BASF-Gebietsvertreter für Pflanzenschutzmittel. RP Ulrich betonte, Schwab habe die Gebietsreform mitgestaltet und 1972 den CDU-Gemeindeverband Mücke mitgegründet.

Insgesamt blickt Wilfried Schwab auf eine 44-jährige ehrenamtliche Tätigkeit, er war kommunalpolitisch sowie kirchlich und sozial engagiert. »Wer so viel Zeit und Aufwand investiert, der muss seine Aufgaben mit Herzblut erfüllen«, sagte Ulrich.

Schwab war von 1972-1985 im CDU-Gemeindeverband Vorsitzender und von 2000-2012 Schatzmeister. Gleichzeitig war er von 1972-1989 Mitglied der Gemeindevertretung und ab 1975 Vorsitzender der CDU-Fraktion und Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss sowie im Bauausschuss. Im Kreistag war der Geehrte von 1984-1985. In den Jahren 1989-2011 war er Beigeordneter und von 2006-2011 Erster Beigeordneter. Von 2011-2016 gehörte Wilfried Schwab wieder der Gemeindevertretung an. »Nach dieser langen Zeit kennt man die örtlichen Befindlichkeiten und weiß, wer mit wem kann und wer nicht. Die Gesellschaft wäre ohne solche ehrenamtlich Tätigen ein ganzes Stück ärmer«, resümierte der Regeriungspräsident.

Weitere 25 Jahre lang gehörte der Jubilar dem Pfarrgemeinderat der katholischen Pfarrgemeinde Heilig-Kreuz in Grünberg/Mücke an und er engagierte sich im Besonderen bei den Umbaumaßnahmen der Merlauer Kirche. Seit 1991 ist er im Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde tätig. Aber auch soziales Engagement hat er gelebt, so war Schwab von 2002-2010 Beisitzer und ab 2010 stellvertretender Vorsitzender im Vorstand des Fördervereins Mücke der Diakoniestation Ohm-Felda. Darüber hinaus war er Mitglied des Vorstandes der Bürgergenossenschaft Hallenbad. Auch unterstütze und beriet er den dortigen Vorstand, als eine neue Holzhackschnitzelanlage und eine Saunalandschaft angebaut wurden. Das Bundesverdienstkreuz sei auch eine Botschaft nach draußen, sagte Ulrich, sich ehrenamtlich einzubringen.

Bürgermeister Weitzel gratulierte Schwab zu der tollen Auszeichnung, welche sich Schwab »für die Dienste an unserer Gemeinde« verdient habe. Knapp 25 Jahre hätten sie den Weg gemeinsam bestritten und seien dabei gut miteinander ausgekommen.

Dr. Hans Heuser erinnerte daran, dass Wilfried Schwab ihn auf die politische Bühne geholt habe und das war im Jahre 1977. Einige kleine Geschichten wurden erzählt und Heuser sprach davon, dass sich Schwab für die DGH eingesetzt hat und für das »aquariohm«. Auch der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Thomas Röhrich, sagte, er habe Wilfried Schwab schätzen gelernt.

Eine kurze Predigt hielt Pfarrer Clemens Wundere. Er sprach bei Schwab »von einem grundehrlichen und durchsetzungsstarken Charakter«. Im Gesamtbild sei der zunächst kantige wirkende Mensch »ausdauernd, wissbegierig und unverwüstlich und er setzte sich immer zum Wohle der Gesellschaft ein«. In einer Feierstunde im Gottesdienst will Wunderle für das Wirken noch einmal Dankeschön sagen. Die Kommunalpolitik, sagte Sohn Markus Schwab, habe ihn durch seine Kindheit hindurch begleitet.

Sichtlich berührt erzählte Wilfried Schwab vom schulischen und beruflichen Werdegang. Die Zeit als Erster Beigeordneter habe er gerne gemacht, aber eine weitere Periode sei ihm verwehrt worden. Er habe ein gutes Gedächtnis und sei eben auch nachtragend: »Ich wurde abgeschoben und aus diesem Grund wurde der Antragsteller für die Auszeichnung zu der Feierstunde nicht eingeladen«.

Früher rangierte die Arbeit an erster Stelle, gefolgt von der politischen Tätigkeit und dann erst kam die Familie. Nun stehe die Familie an erster Stelle, so die abschließenden Worte von Schwab.

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