20. März 2018, 12:00 Uhr

Kreiskrankenhaus

Schwerlastpatient kann kommen

180 neue Betten bekommt das Kreiskrankenhaus Alsfeld für rund 580 000 Euro. Sie sind bequem und vielfältig einstellbar. Und sie tragen Patienten bis 225 Kilogramm.
20. März 2018, 12:00 Uhr
Nehmen die ersten neuen Betten in Augenschein (v.l.): Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Görig, Stationsleiter Eugen Flimm, Pflegedienstleiterin Nelli Isinger, Krankenhaus-Geschäftsführer Ingo Breitmeier und Christof Blessing vom Betten-Lieferant. (Foto: pm)

»Das ist ein Formel-I-Rennwagen so ein Bett, was da an Technik drinsteckt…« – Geschäftsführer Ingo Breitmeier ist ganz begeistert, als er die Neuanschaffung erstmals in Augenschein nimmt, genauso wie Landrat Manfred Görig. Endlich sind sie da, die neuen Betten für das Alsfelder Krankenhaus. Peu à peu werden die Zimmer mit dem neuen Mobiliar ausgestattet.

Und das verspricht: Viel mehr Komfort für die Patienten auf der einen Seite, Hilfe und Unterstützung für die Pflegekräfte auf der anderen Seite, freut sich der Landrat, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Krankenhaus GmbH ist.

Die neue Behaglichkeit in den Krankenzimmern hat natürlich ihren Preis: Rund 580 000 Euro kosten die insgesamt 180 neuen Betten samt den 180 neuen Nachtschränkchen. Finanziert wird die Anschaffung mit sogenannten KIP-Mitteln. Dabei handelt es sich um ein Kommunalinvestitionsprogramm des Bundes.

Alles geht in null-komma-nichts

Eingebunden ist auch das hessische Finanzministerium, schildert der Landrat den Hintergrund und streicht dabei besonders die gute Zusammenarbeit heraus. Für Medizintechnik erhielt das Kreiskrankenhaus Alsfeld aus dem diesem Programm allein 1,9 Millionen Euro, freut sich der Landrat. Dank dieser Zuwendung können nun auch die Krankenbetten ausgetauscht werden.

Apropos gute Zusammenarbeit: Die kann künftig noch weiter verbessert werden – und zwar am Krankenbett. Dank der verschiedensten Einstellungsmöglichkeiten, die die neuen Liegen bieten, können Arbeitsschritte in der Pflege erleichtert werden. Beispiel: Kopf- und Fußteil der Betten lassen sich in null-komma-nichts seitlich wegklappen oder ganz abnehmen.

Das ging bei den alten Betten gar nicht, da mussten die Pfleger sich mühsam über die Lehnen beugen. Die Seitenteile – bislang mussten die schweren Metallteile aus dem Keller geholt und erst einmal montiert werden – lassen sich in Sekundenschnelle hochfahren. Hoch- und runterfahren lässt sich natürlich auch das ganze Bett und zwar viel tiefer hinab als die Vorgängermodelle. Das ist besonders wichtig, wenn Patienten unruhig sind und drohen aus dem Bett zu fallen.

Dank der neuen Einstellung ist die Matratze vielleicht gerade einmal 30 oder 35 Zentimeter vom Boden entfernt. »So lässt sich das Verletzungsrisiko reduzieren«, erklärt Christof Blessing, Senior Gebietsverkaufsleiter beim Bettenlieferanten wissner-bosserhoff, während der Demonstration der zahlreichen Bett-Funktionen.

Fünfte Rolle zum Rangieren

»Anbauen« kann man übrigens auch an die neuen Betten: Die normale Liegefläche von 90 Zentimetern auf zwei Meter lässt sich problemlos verlängern – für die »großen« Patienten. Und wer etwas schwerer ist – ebenfalls kein Problem. Bis zu 225 Kilogramm trägt das neue Bett, bei den alten Modellen wurde es ab 140/145 Kilo kritisch.

Besonderer Clou der neuen Liegen: Sie haben nicht nur eine fünfte Transportrolle, die das bessere Rangieren mit dem Bett ermöglicht, sie haben sogar eine Unter-Bett-Beleuchtung. Ein kleines Lämpchen hilft den Patienten, sich bei Dunkelheit besser zu orientieren. Da muss nicht immer die große Deckenleuchte angemacht werden, die den Nebenmann stören könnte. Kaum noch erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang: Ebenfalls auf dem allerneuesten Stand sind natürlich auch die Nachtschränkchen. Auch sie sind so konzipiert, dass es Patienten und Pflegekräfte leichter haben.

»Es ist gut, dass wir unser Krankenhaus Stück für Stück moderner gestalten können«, betont Landrat Manfred Görig bei dem Termin vor Ort. Nach neuen Fernsehern, neuen Tischen und Stühlen werden seit Mittwoch die neuen Betten angeliefert. 30 Stück pro Lieferung, die dann im normalen Alltagsbetrieb der Klinik ausgetauscht werden. »Bis zum 29. März sind wir fertig«, kündigt Christof Blessing an.

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