28. Februar 2018, 20:13 Uhr

Preise für Fichte geben nach

28. Februar 2018, 20:13 Uhr
Revierleiter Peter Kraus mit Helmut Dietz, der neuen Rechnerin Stephanie Frank, Vorsitzendem Wilhelm Wild und Stellvertreter Harald Nickel (v. l.). (Foto: au)

Ulrichstein-Feldkrücken (au). Mit 50 Mitgliedern hat die Forstbetriebsvereinigung Streitbachtal (FBV) zwei Mitglieder weniger als im Vorjahr. Die betreute Waldfläche stieg jedoch von 84,4 auf 90 Hektar. Das teilte Vorsitzender Wilhelm Wild bei der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Feldkrücken mit.

2017 bezeichnete er als »normales« Jahr für die Waldbesitzer, in der Pflanzzeit sei es aber am Anfang deutlich zu trocken gewesen. Bei den Harvestereinsätzen wurden Fichtenbestände durchforstet und Käferholz aufgearbeitet. Schwierigkeiten bereitete das Rücken des Holzes auf den nassen Böden. So mussten im Kleinprivatwald Durchforstungen zurückgestellt werden.

Revierleiter Peter Kraus erinnerte an Schäden durch den Orkan »Kyrill« 2007. Im Februar 2017 hatten Wintersturm »Thomas« und ein Sommersturm im Juli in Hessen große Schäden verursacht, wobei der Vogelsberg weitgehend verschont blieb.

In diesem Jahr hatte der südliche Vogelsberg bei Orkan »Friederike« weitgehend Glück. Das Forstamt Schotten war mit rund 18 000 Festmetern und das Revier Ulrichstein mit etwa 2200 Festmetern eher gering betroffen. Zu den Holzpreisen war zu hören, dass diese beim Nadelholz leicht nachgegeben haben. Infolge der Stürme sei bei neuen Kaufverträgen ein weiteres Nachgeben der Preise bei Fichte nicht ausgeschlossen. Hessen-Forst konzentriere sich zurzeit auf die Sturmholzaufarbeitung und verzichte bis auf Weiteres weitgehend auf regulären Holzeinschlag bei der Fichte.

Während die für den Kleinprivatwald so wichtigen Fichtenpreise eher nachgeben, sind Werthölzer wie Eiche stark gefragt. So wurde in Wettenberg ein Durchschnittspreis von 738 Euro pro Festmeter und ein Spitzenpreis von 3432 Euro pro Festmeter erzielt. Ein Harvestereinsatz sei vermutlich im April vorgesehen. Zurzeit seien die Unternehmer gebunden beziehungsweise noch mit dem Einschlag von Laubholz beschäftigt.

Ausführlich ging Kraus auf die Hintergründe für den Anstieg der Beförsterungskosten ein und verschaffte den Mitgliedern einen Überblick über die von Hessen-Forst angebotenen Leistungen im Kleinprivatwald. Informationen über die FSC-Zertifizierung des Staatswaldes bildeten den Abschluss seines Vortrages.

Kraus leitete im Anschluss auch die Vorstandswahlen. Wiedergewählt wurden Vorsitzender Wilhelm Wild, Stellvertreter Harald Nickel und Schriftführer Dr. Hans Heuser. Da Rechner Helmut Dietz nach 20-jähriger Tätigkeit ausscheiden musste, wählte die Versammlung Stephanie Frank. Dietz erhielt neben dem Dank für die langjährliche Vorstandsarbeit ein Präsent.

Für den ausscheidenden Kassenprüfer Alfred Frank wurde Hans Keil gewählt.

Abschließend beschlossen die Teilnehmer der Hauptversammlung, den Mitgliedsbeitrag von fünf auf zehn Euro pro Jahr zu erhöhen. Peter Kraus bot für Sommer/Herbst eine geführte Wanderung durch das Kühnholz, ein Waldgebiet zwischen Ulrichstein und Helpershain, an.

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