27. Februar 2018, 19:20 Uhr

Rekordstrecke von 120 Schwarzkitteln

27. Februar 2018, 19:20 Uhr

Feldatal-Stumpertenrod (au). Die intensive Bejagung des Schwarzwildes war am Samstagabend eines der Themen im Bericht der Jagdpächter bei der Hauptversammlung der Jagdgenossenschaft im Gemeinschaftshaus. Waren 2017 nur 15 Tiere zur Strecke gebracht worden, so betrug die Bilanz diesmal 59 Schwarzkittel. Die gleiche Anzahl wurde im benachbarten Revier Köddingen erlegt. Während der Versammlung kam die Nachricht, dass am Abend weitere zwei Vierbeiner erlegt wurden, sodass insgesamt 120 Wildschweine zur Strecke kamen.

Angesichts der Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest und des im Vorjahr entstandenen erheblichen Wildschadens durch die Sauen wurde die Bilanz von den Jagdgenossen sehr begrüßt.

Jagdpächter Philipp Frank wies darauf hin, »dass die Saujagd nicht nur Freude macht«, durchschnittlich benötige man etwa acht Stunden für einen Abschuss und das sei bei der jetzigen Kälte kein Zuckerschlecken. Die weitere Strecke bezifferte Jagdpächter Tom-Franziskus Koop mit 31 Stück Rehwild, davon seien allerdings nur 24 geschossen worden. Sieben Kitze sind dem Mähtod zum Opfer gefallen, obwohl vor Beginn der Mähsaison eine Aufklärungsveranstaltung stattfand und mehrere Vorsorgemaßnahmen getroffen wurden.

Für die Kitzrettung im Frühjahr warben die Beständer um Mithilfe: »Es ist jeder willkommen.« Die weitere Strecke belief sich auf sechs Füchse und 19 Waschbären.

Zur Verwendung der Jagdpacht 2018 wurde beschlossen, dem Ortsbeirat für die Reinigung des Feuerlösch- und Badeteiches einen Zuschuss zu überlassen und auch weiterhin die Bezahlung des Wassergeldes für das Weidevieh zu übernehmen. Nachdem im Vorjahr für das Dorfgemeinschaftshaus eine Edelstahlspüle für etwa 1600 Euro beschafft worden war, soll es in diesem Jahr eine Bratpfanne geben.

Bei den Wahlen wurden Jagdvorsteher Michael Semmler, Stellvertreter Hans-Werner Lack und Schriftführer Uwe Steuernagel einstimmig wiedergewählt; ebenso die Jagdausschussmitglieder Wilfried Seipel, Gernold Stein und Norbert Böck.

Für die Gemeinde dankte Beigeordneter Martin Kern den Beständern für die professionelle Arbeit im Revier Stumpertenrod und für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Er dankte für die Übernahme des Wassergeldes für das Weidevieh, den Wegebau und das Engagement beim Feuerlöschteich und Schwimmbad sowie für das Dorfgemeinschaftshaus.

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